Terror-Aufruf aus Thüringen? Mann hielt sich im Eichsfeld auf

Ein Mann soll sich in Thüringen aufgehalten haben, als er Propaganda für den Islamischen Staat auf Facebook veröffentlichte. (Symbolfoto)
Ein Mann soll sich in Thüringen aufgehalten haben, als er Propaganda für den Islamischen Staat auf Facebook veröffentlichte. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people / imago/Reporters
  • Gericht in Gera verhandelt über Propaganda.Aufruf aus Thüringen
  • 22-Jähriger soll für IS geworben haben
  • Aufruf zur Ermordung von Juden

Nach der Online-Veröffentlichung von IS-Propaganda und einem Aufruf zur Ermordung von Juden hat in Gera ein Prozess gegen einen 22 Jahre alten Mann begonnen. Dem Angeklagten wird Volksverhetzung und Verstoß gegen das Vereinsgesetz vorgeworfen, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag nach Prozessbeginn sagte.

IS-Video in Thüringen auf Facebook gepostet

Der aus Afghanistan stammende Mann soll an zwei Tagen im Dezember 2017 auf der Online-Plattform Facebook ein Propagandavideo der ausländischen Terrororganisation des «Islamischen Staats» für jedermann einsehbar eingestellt haben. Damit habe der Mann, der sich zu dem Zeitpunkt in Leinfelde-Worbis (Eichsfeld) befand, die in Deutschland verbotenen Organisation beworben und verherrlicht, so der Vorwurf.

Prozess in Gera: Terror-Propaganda und Antisemitismus vor Gericht

Zudem habe er eine Mitteilung auf Arabisch und Persisch veröffentlicht, mit der zum Hass gegen Juden weltweit, zu deren Ermordung und zum gewaltsamen Kampf aufgerufen worden sein.

Der Angeklagte sitzt seit Juli 2018 in Untersuchungshaft. Am Montag kommender Woche soll der Prozess in Gera weitergehen. (dpa)