Schneetreiben sorgt in Thüringen für Probleme: Die Bilanz zum Wintereinbruch

In Thüringen hat das Schneetreiben für zahlreiche Probleme gesorgt.
In Thüringen hat das Schneetreiben für zahlreiche Probleme gesorgt.
Foto: dpa

Thüringen. Schneefälle und glatte Straßen haben am Mittwoch auf Thüringens Straßen zahlreiche Unfälle und Behinderungen ausgelöst. Auf den Autobahnen 4, 9 und 71 rutschten mehrere Autos in Leitplanken oder Gräben, drehten sich auf der Fahrbahn oder kollidierten mit anderen Fahrzeugen. Meist blieb es bei Blechschäden, wie die Autobahnpolizei mitteilte.

Stau auf A9 und A4

Auf der A9 bei Triptis (Saale-Orla-Kreis) überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Auf der A4 bei Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis) rutschte ein Kleintransporter in eine Betonmauer und kippte zur Seite um. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Ein weiteres Auto rutschte in eine Leitplanke. Auf beiden Autobahnen staute sich wegen der Bergungsarbeiten der Verkehr.

Auch auf Thüringens Bundesstraßen gerieten am Mittwoch mehrere Lastwagen und Autos ins Rutschen, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion sagte. Meist blieb es bei Blechschäden. Auf der B 281 bei Neuhaus am Rennweg (Landkreis Sonneberg) kam ein Transporter von der Straße ab und blieb stecken. Das Fahrzeug musste geborgen werden. Verletzt wurde niemand.

Deutscher Wetterdienst: Schnee in weiten Teilen Thüringens

Auf einer Landstraße bei Schöngleina (Saale-Holzland-Kreis) verlor eine Frau auf einer schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Laut Polizei überschlug sich das Auto. Die Fahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fiel am Mittwoch in weiten Teilen Thüringens Schnee - vor allem in Gegenden, die höher als 300 Meter über dem Meeresspiegel liegen. „Schuld ist das Tiefdruckgebiet 'Benjamin', das derzeit über Polen liegt. Dadurch strömt feuchte, kalte Luft von Norden her in den Freistaat“, sagte Thomas Hain, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig.

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Gera: Sogar ein Friedhof musste gesperrt werden

In Gera wurde der Ostfriedhof aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil Äste von Bäumen auf dem Gelände unter der Schneelast zu brechen drohten, wie die Stadt mitteilte. Nach Angaben des DWD blieb der Schnee wegen der milden Temperaturen im Osten des Freistaats eher nass. „Das macht den Schnee schwer, so dass schon bei zehn Zentimetern Neuschnee Äste brechen können“, sagte der Meteorologe.

Die Landespolizeiinspektion Gera zählte bis Mittwochnachmittag 25 Unfälle aufgrund des Schneefalls. In einem Ortsteil von Neustadt an der Orla (Saale-Orla-Kreis) rutschte ein Linienbus in einer abschüssigen Kurve gegen eine Hauswand. Der 19 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt, wie die Polizei mitteilte.

Meteorologe Sebastian Balders vom DWD rechnet damit, dass bis Donnerstagmittag in den Höhenlagen in Südthüringen noch etwa 20 Zentimeter Neuschnee hinzukommen. Auf der Schmücke lagen am Mittwochnachmittag bereits 39 Zentimeter Schnee. Ab Donnerstagmittag soll es dann aber immer weniger Niederschläge geben. In den Tieflagen steigen dann laut DWD auch die Temperaturen auf 1 bis 3 Grad. (dpa)