Weltweit erster Wasserstoff-Zug rollt durch Thüringen

Coradia iLint von Alstom: Der Wasserstoff-Zug fährt mit Brennstoffzellen-Technologie.
Coradia iLint von Alstom: Der Wasserstoff-Zug fährt mit Brennstoffzellen-Technologie.
Foto: Alstom

Thüringen. Der weltweit erste Wasserstoff-Zug rollt bald durch Thüringen. Das kündigte das Umweltministerium am Donnerstag an.

Der Zug mit der Brennstoffzellen-Technologie wurde vom französischen Hersteller Alstom entwickelt, in Salzgitter gebaut und ist derzeit auf bundesweiter Präsentations-Tour. Die Route in Thüringen führt durch den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Alstom baut Wasserstoff-Zug mit Brennstoffzellen-Technologie

Dabei handelt es sich um eine Testfahrt. Am 4. Februar führt sie von Rottenbach nach Katzhütte und zurück. An Bord des Wasserstoff-Zuges mit dem Namen „Coradia iLint“ werden unter anderem Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) mitreisen.

Der Brennstoffzellen-Zug ist emmissionfrei. Allerdings muss zuvor der Wasserstoff gewonnen werden – ein Prozess, der Energie benötigt. Wird der Strom dafür aber aus erneuerbaren Quellen bezogen, kann Wassersoff „für eine nachhaltige und innovative Mobilität auf der Schiene“ sorgen, heißt es aus dem Umweltministerium.

Zukunft für Wasserstoff-Zug in Thüringen?

Die Regierung sieht in Thüringen durchaus Potenzial für die Technologie bei der Eisenbahn im Freistaat: „Weil 70 Prozent des Thüringer Schienennetzes nicht elektrifiziert ist, bietet sich zwischen Südharz und Schiefergebirge ein breites Anwendungsfeld.“ (maf)