Regale regelrecht ausgeplündert! Jetzt soll der Billig-Discounter wieder öffnen mit großen Plänen für Ostdeutschland

Nachdem neue Ware eingetroffen ist, könnten die Kunden im "Mere"-Markt in Leipzig wieder einkaufen, sagte eine Firmensprecherin.
Nachdem neue Ware eingetroffen ist, könnten die Kunden im "Mere"-Markt in Leipzig wieder einkaufen, sagte eine Firmensprecherin.
Foto: dpa

Leipzig. Nach Problemen mit Lieferanten und einer vorübergehenden Schließung hat der russische Discounter «Mere» seine erste Filiale in Deutschland wieder geöffnet. Nachdem neue Ware eingetroffen ist, könnten die Kunden im «Mere»-Markt in Leipzig wieder einkaufen, wie eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Der russische Discounter Torgservis, der nach eigenen Angaben in Osteuropa und Asien 928 Filialen betreibt, hatte in der Vorwoche in Leipzig seine erste Filiale in Deutschland eröffnet. Wegen Lieferengpässen musste der Markt am Montag für zwei Tage geschlossen werden. Zahlreiche Produkte waren wegen der großen Nachfrage in den ersten Tagen bereits ausverkauft, wie das Unternehmen erklärte.

Das bietet der russische Discounter Mere

Mit niedrigen Preisen und spärlichem Design bietet der «Mere»-Markt auf knapp 1000 Quadratmetern vor allem Lebensmittel an. Aber auch Textilien, Drogerieartikel und Haushaltwaren gehören zum Sortiment. Die deutsche Tochter TS-Markt will nach dem Einstieg in Leipzig Schritt für Schritt weitere Filialen in Ostdeutschland eröffnen. Zu den konkreten Expansionsplänen wollte sie das Unternehmen am Mittwoch nicht äußern.

Aldi-Konkurrent Mere: Fußfassen in Ostdeutschland

Laut dem Portal „supermarkt-inside“ soll in Zwickau schon der nächste Markt in Planung sein. Passend dazu findet sich ein Jobgesuch für einen Filialleiter auf gängigen Jobportalen. Doch wann der Markt eröffnen soll, ist noch nicht bekannt.

Das Konzept des russischen Discounter: Mit niedrigen Preisen und einfachem Design will die Firma Torgservis zunächst Kunden in Ostdeutschland anlocken. Ist das passiert und Mere hat sich einen Namen in der ganzen Bundesrepublik gemacht, soll expandiert werden und 100 weitere Filialen eröffnen.

Günstige Verkaufsflächen in Ostdeutschland

Für den Marketingexperten Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU in Düsseldorf ist es kein Zufall, dass die erste Filiale des russischen Discounters in Ostdeutschland eröffnet. „Ich glaube, dass es eine Kundschaft in manchen Regionen Deutschlands für einen solchen Discounter gibt.“ Die Kaufkraft sei in Ostdeutschland teils geringer und es gebe mehr günstige Flächen als im Süden oder Westen Deutschlands. (dpa/cs/ms)