Bratwurstmuseum findet neuen Platz – und entschuldigt sich offiziell

Ein Schild mit der Aufschrift "Bratwurstmuseum" ist am bisherigen Standort des Bratwurstmuseums zu sehen. Das Museum wird umziehen. Es sollte zunächst auf dem Gelände eines ehemaligen Außenlagers des KZ Buchenwald errichtet werden. Nach viel Kritik an dem Vorhaben wurde nun ein neuer Standort gesucht.
Ein Schild mit der Aufschrift "Bratwurstmuseum" ist am bisherigen Standort des Bratwurstmuseums zu sehen. Das Museum wird umziehen. Es sollte zunächst auf dem Gelände eines ehemaligen Außenlagers des KZ Buchenwald errichtet werden. Nach viel Kritik an dem Vorhaben wurde nun ein neuer Standort gesucht.
Foto: Martin Schutt/dpa

Holzhausen/Mühlhausen. Nach Diskussionen über den Standort für das Bratwurstmuseum auf einem ehemaligen KZ-Außenlager in Mühlhausen ist geplant, das Gebäude nun knapp oberhalb des ursprünglich ins Auge gefassten Geländes zu errichten. Darauf hätten sich Stadt, privater Investor und Träger des Museums geeinigt, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung am Montag.

Bratwurstmuseums-Pläne in Kritik - eure Meinung:

Bratwurstmuseum soll trotzdem nach Mühlhausen

Allerdings muss der Stadtrat noch zustimmen. Er soll am 28. Februar über eine Änderung des Flächennutzungsplanes abstimmen. Zudem soll ein neuer Beschluss zur Bebauung gefasst werden. Das nun angedachte Gelände liegt knapp nördlich des ehemaligen Außenlagers des KZ Buchenwalds, gegenüber vom Stadtwald.

Heftige Kritik an Standortplänen auf KZ-Außenlager

Das «1. Deutsche Bratwurstmuseum» gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt in Holzhausen bei Arnstadt. Es soll unter anderem wegen der hohen Besucherzahlen in ein größeres Gebäude umziehen. Der ursprünglich geplante neue Standort hatte für heftige Kritik in weiten Teilen der Öffentlichkeit gesorgt und war daraufhin verworfen worden.

So reagierte das Bratwurstmuseum

Der Verein Freunde der Thüringer Bratwurst e.V. hatte sich bereits Anfang Februar in einer Stellungsnahme öffentlich erklärt. Dort hieß es: "Wir entschuldigen uns bei allen, die unser Handeln als Verharmlosung oder Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus gesehen haben und in ihren weltanschaulichen und religiösen Gefühlen verletzt wurden." Weiter stellte der Verein klar: "Es wird kein Bratwurstmuseum auf dem Gelände des B-Lagers geben". (dpa, aj)