Unfall-Serie auf A4: Retter müssen sich durch Stau kämpfen – und die Autofahrer sind schuld

Auf der A4 haben sich am Montag (18.02.2019) schwere Unfälle ereignet - die Retter  mussten sich bis zur Unfallstelle regelrecht durchkämpfen.
Auf der A4 haben sich am Montag (18.02.2019) schwere Unfälle ereignet - die Retter mussten sich bis zur Unfallstelle regelrecht durchkämpfen.
Foto: Bodo Schackow / dpa

A4. Bei der verheerenden Verkettung zweier Unfälle auf der A4 in Thüringen sind am Montag drei Menschen schwer verletzt worden. In beiden Fällen waren laut Polizei Fahrer an einem Stauende unachtsam. Und zu allem Überfluss mussten sich die Retter regelrecht durch den Verkehr quetschen.

Die Rettungsgasse: "eine Katastrophe". So schilderten die Einsatzkräfte es der Polizei.

Polizei Thüringen über katastrophale Rettungsgasse auf der A4

Schwere Unfälle auf A4 zwischen Ronneburg und Schmölln

Was war passiert? Zunächst geriet ein 55 Jahre alter Autofahrer am Morgen mit seinem Wagen bei Ronneburg unter einen Laster und wurde schwer verletzt. Ein Stau bildete sich, an dessen Ende ein Lastwagen auf einen stehenden Lkw auffuhr. Hier trugen insgesamt drei Menschen teils schwere Verletzungen davon. (Zum vollständigen Bericht: Stau auf A4: Horror-Montag mit Unfällen – Autos unter Lkw gequetscht)

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    Rettungsgasse? Einsatzkräfte müssen sich auf A4 durchkämpfen

    Wie die Polizei im Anschluss an die Bergungsarbeiten auf ihren Seiten bei Facebook und Twitter monierte, hätten sich Rettungskräfte und Abschleppwagen nur mit größter Mühe auf der A4 bis zur Unfallstelle durchkämpfen können.

    Das bestätigen auch Zeugen, die den Beitrag kommentierten. "Trotz mehrfacher Durchsagen im Radio ist für manche das Thema Rettungsgasse ein Fremdwort. Einfach nur zum Kopfschütteln", meint eine Leserin. Demnach hätten Autofahrer erst Platz gemacht, als die Feuerwehr selbst hinter den Fahrzeugen stehenbleiben und warten musste.

    Polizei in Thüringen bittet um Rettungsgasse bei Unfällen

    In diesem Zusammenhang weist die Polizei Thüringen ausdrücklich darauf hin, dass wegen solchen Verhaltens lebenswichtige Hilfe womöglich zu spät kommen könnte. "Wir bitten alle im Stau stehenden Autofahrer um besondere Vorsicht und Geduld! Bitte unbedingt immer die Rettungsgasse freihalten!", heißt es abschließend in dem Post der Polizei. (aj, dpa)