Polizei durchsucht Bauernhof in Thüringen nach Tieren – was sie dort findet, schockt

Hunderte Tiere, darunter Nager und Federvieh, mussten Polizei und Veterinäramt auf dem Bauernhof beschlagnahmen. (Symbolbild)
Hunderte Tiere, darunter Nager und Federvieh, mussten Polizei und Veterinäramt auf dem Bauernhof beschlagnahmen. (Symbolbild)
Foto: Imago/Olaf Wagner

Sage und schreibe 325 Tiere mussten die Polizei und das Veterinäramt am Donnerstag von einem Bauernhof in Sömmerda in Obhut nehmen. Unzumutbar seien die Verhältnisse gewesen, in denen die Tiere hätten hausen müssen, heißt es von der Polizei.

Durchsuchung in Sömmerda: Bauernhof-Besitzer darf keine Tiere halten

Aus Bayern ging der Hinweis an das Veterinäramt Sömmerda, dass gegen den 62 Jahre alten Besitzer des Bauernhofes seit geraumer Zeit ein Tierhalteverbot vorliege. Deswegen sei am Donnerstag die tierschutzrechtliche Kontrolle durchgeführt worden, so die Polizei.

Auf dem Grundstück entdeckten die Beamten schließlich 250 Tiere. Darunter Enten, Hühner, Tauben, Sittiche, Amazonenpapageie, Fasanen, Puten, Meerschweinchen und Kaninchen, die sich teilweise in schlechtem Ernährungs- und Pflegezustand befunden hätten.

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Tierhalter wollte Vögel verkaufen

Des Weiteren wurden 75 Tiere sichergestellt, die der Tierhalter noch am selben Morgen auf dem Taubenmarkt in Buttstädt zum Verkauf angeboten hatte. Auch das Federvieh wirkte ungepflegt und abgemagert.

Dem Mann wurden am Ende 325 Tiere durch die zuständige Behörde entzogen. Alle Tiere sollen laut Polizei noch am selben Tag in Tierheime gebracht worden sein.

Gegen den 62-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Straftaten nach dem Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Die Kriminalpolizei Erfurt ermittelt weiter. (aj)