Junge überwindet 200 Kilometer für seine Freundin in Thüringen – doch der Plan endet in einem Desaster

Das Polizeirevier am Erfurter Hauptbahnhof. (Archivfoto)
Das Polizeirevier am Erfurter Hauptbahnhof. (Archivfoto)
Foto: Michael Frömmert

Sömmerda. Es sollte wahrscheinlich ein Liebesbeweis werden – am Ende wurde es ein Einsatz für Polizei und Jugendamt.

Frankfurter Junge findet sich in Thüringen in Not

Das hatte sich der Junge sicher anders vorgestellt: Extra aus Frankfurt am Main ist der 15-Jährige nach Thüringen gereist. Über 200 Kilometer Richtung Sömmerda, nur um bei seiner Freundin zu übernachten - doch dann fand er sich mutterseelenallein, ohne Geld und ohne Plan vor der Haustür seiner Angebeteten wieder.

Die Mutter der 13-Jährigen, die von den Übernachtungsplänen weder wusste, noch begeistert war, hat ihm die Tür vor der Nase zugeknallt. Jetzt musste der Teenie zusehen, wie er nach Hause kam. Doch er hatte kein Geld bei sich, sein Rückfahrticket war erst für Sonntag gültig und seine eigenen Eltern besitzen kein Auto.

Polizei und Jugendamt kümmern sich um Jungen

In seiner Not, rief er schließlich die Polizei. Gemeinsam mit der Bundespolizei und dem Jugendamt wurde eine Lösung gefunden, so schreibt die Polizei. Nachdem die Beamten mit seiner Mutter Kontakt aufgenommen hatten, brachten sie ihn zum Bahnhof nach Erfurt, wo er am Abend mit dem Zug nach Frankfurt/Main zurück zu seinen Eltern fahren konnte. (aj)