Diese beiden schmieden Thüringens größten Landkreis

Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, stoßen auf die Fusion an.
Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und der Landrat des Wartburgkreises, Reinhard Krebs, stoßen auf die Fusion an.
Foto: Stadt Eisenach

Eisenach. Die Rückkehr Eisenachs in den Wartburgkreis rückt näher. Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) und Landrat Reinhard Krebs (CDU) haben am Donnerstag den Vertrag über den Zusammenschluss beider Kommunen zum 1. Januar 2022 unterzeichnetet.

Fusion in Thüringen: Eisenach und Wartburgkreis wollen zusammengehen

Damit entstehe der größte Landkreis Thüringens mit 177 Städten und Dörfern in 34 Einheitsgemeinden und einer Verwaltungsgemeinschaft, teilten Stadtverwaltung und Landratsamt mit. Für die Fusion muss der Landtag noch ein Gesetz beschließen. Das soll Thema der Sitzung am 9. Mai sein, wie Innenminister Georg Maier (SPD) twitterte. Kreisstadt bleibt Bad Salzungen.

Eisenach gibt mit dem lange diskutierten Zusammenschluss freiwillig den Status als kreisfreie Stadt auf, den es seit 1998 inne hat. Der fusionierte Kreis hat rund 166.400 Einwohner.

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Eisenach und Wartburgkreis als Gegengewicht zur Thüringer Mitte

Landrat Krebs betonte, dass mit dem Zusammenschluss ein "gut wahrnehmbares Gegengewicht" zu Thüringens Mitte mit den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Jena entstehe. In dem Fusionsvertrag ist festgelegt, dass Eisenach ein sogenanntes Oberzentrum in Westthüringen werden soll und unter anderem ein überregionales Kultur- und Sportangebot bereit hält.

Geld spielt bei Fusion eine Rolle

Der Eisenacher Stadtrat hatte am 12. März dem Zusammenschluss zugestimmt, der Wartburgkreis bereits im vergangenen Jahr. Damals ging es aber noch um ein Zusammengehen ab 2019. Das Land hatte dafür rund 42 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Eisenach hat seit vielen Jahren Probleme, nötige Ausgaben zu finanzieren. (dpa)