SonneMondSterne: Wie es mit dem SMS-Festival in Thüringen weitergeht

Das SonneMondSterne bleibt vorerst an seinem angestammten Platz. Das SMS ist Thüringens größtes Festival. (Archivfoto)
Das SonneMondSterne bleibt vorerst an seinem angestammten Platz. Das SMS ist Thüringens größtes Festival. (Archivfoto)
Foto: Jan-Henrik Wiebe

Saalburg. Das SonneMondSterne ist erst einmal gerettet. Wie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises am Donnerstag mitteilte, sei eine Einigung zum SMS-Festival in Saalburg-Ebersdorf erzielt worden.

SonneMondSterne in Saalburg: Verträge bis 2021

Bis mindestens 2021 wird das SonneMondSterne demnach weiterhin an der Bleilochtalsperre stattfinden. Die Veranstalter des Elektro-Festivals und die Rinderhof Agrar GmbH als Hauptpächter des Areals hätten am Donnerstag entsprechende Verträge unterzeichnet.

Müll beim SonneMondSterne wurde zum Problem

Über Details zu den Vereinbarungen zum SonneMondSterne in Saalburg vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Im Vorfeld hatte offenbar für Unmut gesorgt, dass die Zehntausenden Besucher jede Menge Müll hinterlassen und wenig Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Flächen nehmen.

Müllpfand und Nachhaltigkeitskampagne beim SonneMondSterne 2019

Rico Tietze, der Veranstalter des SMS, will nun einen Lerneffekt bei den Festival-Gästen erzielen – hin zu einem "nachhaltigen Feiern", wie er es nennt. Dazu soll es eine Kampagne in den sozialen Netzwerken geben, außerdem werde schon zum SonneMondSterne 2019 ein Müllpfand-System eingerichtet.

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Rinderhof: Pächter dulden Müllkippe beim SMS nicht

"Grundsätzlich haben wir nichts dagegen, dass hier dieses Festival stattfinden soll", sagte Christel Austen, Prokuristin der Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf. "Es muss von den Besuchern aber auch akzeptiert werden, dass wir nicht die Müllkippe für gebrauchte Möbel, Sperrmüll oder Ähnliches sind. Auch Verunreinigungen der landwirtschaftlichen Flächen durch Erdkühlschränke oder Feuerstellen können wir in keiner Weise dulden."

SMS-Festival als Leuchtturm für Thüringen

"Ich freue mich riesig über das positive Ergebnis der Verhandlungen", sagte SMS-Chef Tietze. "Somit kann unser Herzensprojekt in unserer Heimat stattfinden, eine der schönsten Regionen Deutschlands. Es ist und bleibt damit auch unter den Veranstaltungsorten ein echter Leuchtturm." (maf)