Mehrere Brände in Thüringen über Ostern – gab es eine Explosion?

Um den Flächenbrand in Thüringen unter Kontrolle bringen zu können, kam auch ein Löschhubschrauber zum Einsatz. (Symbolfoto)
Um den Flächenbrand in Thüringen unter Kontrolle bringen zu können, kam auch ein Löschhubschrauber zum Einsatz. (Symbolfoto)
Foto: dpa
  • Am langen Osterwochenende hat es gleich mehrmals in Thüringen gebrannt
  • Ein Flächenbrand bei Saaldorf beschäftigt die Feuerwehr am Ostersonntag
  • Am Ostermontag brannte es gleich viermal in Gotha

Saaldorf. Ein am Bleiloch-Stausee in Südostthüringen ausgebrochener Flächenbrand bei Saaldorf hat die Feuerwehr an Ostern über viele Stunden beschäftigt. Seit dem Nachmittag des Ostersonntags waren rund 150 Feuerwehrleute aus umliegenden Orten bei Saaldorf (Bad Lobenstein) im Einsatz, um den Brand zu löschen und mögliche Brandnester zu beseitigen, wie der Kreisbrandinspektor des Saale-Orla-Kreises, Uwe Tiersch, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Doch damit nicht genug: Innerhalb von knapp zwei Stunden brannte es am Ostermontag in Gotha gleich viermal. Brandstiftung schließt die Polizei nicht aus.

Saale-Orla-Kreis: Großer Bodenbrand in Thüringen

In Saaldorf wurde die Feuerwehr von Fachleuten für Höhenrettung unterstützt, die einen felsigen Steilhang, den "Heinrichstein", mit Bäumen und viel Totholz auf weitere Brandquellen untersuchten. Am Montagnachmittag konnte der Einsatz schließlich beendet werden.

Fast 100 Feuerwehrleute in der Nacht bei Saaldorf im Einsatz

Das Feuer war laut Polizei am Nachmittag des Ostersonntags ausgebrochen. Auf dem trockenen Boden hatte es sich schnell auf 2000 Quadratmeter Fläche ausgebreitet. Am Montagvormittag waren noch 30 Feuerwehrleute im Einsatz, die Nacht hindurch waren etwa 90 Löschkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Löschhubschrauber der Bundespolizei angefordert

Zum Einsatz kam auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei. Der Bleiloch-Stausee ist ein beliebtes Urlaubs- und Naherholungsgebiet.

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Explosion vor dem Ausbruch des Brandes?

Die Brandursache war am Montag weiter unklar. Zeugen hätten kurz vor Ausbruch des Feuers jedoch ein knallartiges Geräusch gehört. "Man kann davon ausgehen, dass sich das nicht selbst in Brand gesetzt hat", sagte ein Polizeisprecher.

Gotha: Vier Brände am Ostermontag

Bei vier Bränden innerhalb von knapp zwei Stunden sind am Ostermontag in Gotha mehr als 100.000 Euro Sachschaden entstanden. Unter anderem wurden eine Gartenlaube, ein leer stehendes Wohnhaus und ein Sattelzug beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Auch ein Gebüsch habe gebrannt.

Die Brände wurden in der Zeit zwischen 2.45 und 4.30 Uhr offenbar gelegt, die Brandorte liegen laut Polizei nicht sehr weit voneinander entfernt. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen. Verletzt wurde niemand.

In Gehren (Ilm-Kreis) war bereits am Sonntagabend eine zum Wohnhaus umgebaute Scheune durch einen Brand zerstört. Es ist unbewohnbar. Die Polizei sprach am Montag von einem Sachschaden von 65.000 Euro. Die Brandursache ist unklar.

Waldbrandgefahr in Thüringen: Vorsicht geboten!

Thüringenweit herrscht laut Landesforstanstalt derzeit mittlere Waldbrandgefahr, im Süden gilt die zweithöchste Warnstufe 4 für hohe Gefahr. Wegen der anhaltenden Trockenheit wies die Polizei auf die Gefahren im Umgang mit Feuer und Zündquellen hin. (dpa)