Das gibt es nur hier in Thüringen: In dieser Brauerei kannst du jetzt in Bier baden

Einmalig in Deutschland: In der Brauerei Ankerbräu gibt es jetzt ein Bierbad.
Einmalig in Deutschland: In der Brauerei Ankerbräu gibt es jetzt ein Bierbad.
Foto: Brauerei Ankerbräu

Steinach. „Die Leute halten mich doch sowieso für verrückt“, sagt Holger Greiner (53) aus Thüringen. Was der Braumeister und Inhaber der Brauerei Ankerbräu in Steinach jetzt präsentiert, ist daher nur konsequent: Ein Bierbad.

Seit Februar 2019 können seine Gäste im Thüringer Wald in Bier baden. Das soll nach Angaben des Braumeisters äußerst gut für die Gesundheit sein.

Bierbad in Thüringen: „In so einem Bottich müsste man doch mal baden können.“

Die Idee sei bereits vor 35 Jahren bei Führungen durch die Brauerei immer wieder aufgekommen, erinnert sich der Holger Greiner. „In so einem Bottich müsste man doch mal baden können“, habe es immer wieder geheißen. Doch die Temperatur von 6-7 Grad Celsius im Brauprozess erschien allen Beteiligten dann doch zu wenig lukrativ.

Dafür hat der 53-Jährige heute eine Lösung. Er erhitzt das zum Bierbad zugehörige Wasser im Braukessel, bevor er die Rezeptur anmischt.

Das ist das geheime Rezept

Am Rezept für das Bierbad im Thüringer Wald wurde lange herumgetüftelt. Auf 100 Liter Wasser kommen rund 15 Liter unfiltriertes „Ankerla Dunkel“ sowie Hopfen, Malz und Hefe, verrät Holger Greiner.

Der Braumeister ist überzeugt: Die Mischung aus Kohlensäure, Bierhefe und Hopfen rege Durchblutung und Stoffwechsel an. Die Haut werde dadurch zart und geschmeidig.

Es bleibt nicht nur beim Bierbad

Für seine Gäste stehen nun jedenfalls zwei Wannen für jeweils zwei Personen im Ankerla-Sudhaus in Steinach bereit. Die Prozedur dauert etwa so lang wie ein Fußballspiel. Kostenpunkt: 45 Euro pro Person. Dazu gibt es das Bier inklusive, in dem die Gäste gerade planschen.

Auch andere Rezepte, etwa auf Basis von Bockbier, könne sich der Brauerei-Inhaber in Zukunft vorstellen. „Müsste man zuvor aber genau testen“, findet der 53-Jährige.

Trotz der ungewöhnlichen Idee betont Holger Greiner: „Hauptberuflich bin ich immer noch Braumeister.“ In seiner Tätigkeit sei er immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem: Neben Lager, Bockbier und Dunklem gibt es deshalb auch zwei bis drei Craftbiere auszuprobieren. Das ist weniger verrückt als äußert im Trend. (ak)