Hund in Thüringen mit Elektroschocks gequält – Tierheim entsetzt

Der Fundhund hatte ein enges Elektohalsband um den Hals geschnürt – er war nicht der erste, den das Tierheim Nordhausen so aufgenommen hat.
Der Fundhund hatte ein enges Elektohalsband um den Hals geschnürt – er war nicht der erste, den das Tierheim Nordhausen so aufgenommen hat.
Foto: Tierheim Nordhausen

Nordhausen. Völlig verstört und unsicher ist ein Hund, den das Tierheim Nordhausen in Thüringen kürzlich aufgenommen hat. Ständig mache er unter sich – doch trotzdem sei er ein so liebes Wesen. Er wurde von seinen ehemaligen Haltern mit Elektroschocks gequält. Kein Einzelfall.

Elektrohalsband für Hund verboten – in Thüringen aber keine Seltenheit

Nicht nur, dass diese Erziehungsmethode mit Elektrohalsbändern – vielmehr Züchtigung – in Deutschland verboten ist, viel schlimmer: Die arme Hundeseele werde für immer zerstört, so das Tierheim.

„Diese Hunde haben den Rest ihres Lebens Angst davor, Fehler zu machen, und gehen nur noch unsicher durchs Leben. So einen Hund wieder das Selbstbewusstsein zu lehren ist eine Bärenaufgabe“, schreiben die Tierpfleger auf Facebook.

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Immer und immer wieder kämen Hunde mit Elektro- oder Stachelhalsbändern ins Tierheim, so die entsetzten Mitarbeiter. Meistens sind sie dann noch so eng eingestellt, dass die Kontakte regelrecht in den Hals stechen.

Hunde erziehen mit Strom? Hohe Strafen drohen

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte bereits im Jahr 2006, dass Elektroreizgeräte generell verboten seien – selbst wenn sie nicht zum Einsatz kommen. Ein Verstoß kann mit einer Geldstrafe bis zu 25.000 Euro geahndet werden, so ist es im Tierschutzgesetz verankert.

Auf Facebook mahnt das Tierheim Nordhausen: Überlegt es euch gut, einen Hund ins Haus zu nehmen, denn sie bedeuten viel Arbeit und müssen alle – egal welche Rasse – erst einmal lernen. Doch seien Hunde „das Beste, was es gibt, so lange man sie so behandelt, wie sie es verdienen“, schreibt das Tierheim abschließend.