Nach Flixbus-Unglück auf A9: Volleyball-Verein trauert emotional um Fan – „Caio Cristina“

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen auf der A9 an der Unfallstelle neben dem verunglückten Bus.
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen auf der A9 an der Unfallstelle neben dem verunglückten Bus.
Foto: dpa

Leipzig. Dramatischer Unfall auf der A9 bei Leipzig: Der Horror-Crash eines Flixbus kostete eine Frau das Leben. Neun Menschen sind schwer verletzt, darunter auch der 59-jährige Busfahrer.

Schwerer Flixbus-Unfall auf A9 – dramatische Szenen beim Rettungseinatz

Der Bus war am frühen Sonntagabend auf der Autobahn A9 in Richtung München verunglückt und anschließend auf der Seite liegen geblieben. Eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe.

Beim Unglück zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und Bad Dürrenberg wurden neun Menschen schwer verletzt.

An Bord des Busses von Berlin nach München waren 75 Menschen. Alle wurden verletzt.

A9: Flixbus überschlägt sich – Volleyballverein mit emotionalen Worten

Doch auch eine Frau kam ums Leben: Die Italienerin Cristina P. In einem emotionalem Instagram-Post nimmt der Volleyballclub „Associazione Sportiva Volley Lube“ Abschied von der 64-Jährigen. „Mit tiefer Trauer erfahren wir von dem tragischem Tod“, schreibt der Verein dort.

Gemeinsam mit anderen Fans verunfallte sie auf der Rückfahrt eines Spiels aus Berlin. Unter den Verletzten sind auch ihre Söhne - langjährige Fans des Vereins aus der Kleinstadt an der italienischen Ostküste.

„Tschüß Cristina“, heißt es in dem Post weiter: „Wir schließen uns der Trauer der Verwandten und aller Sportler an.“

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Alle Insassen im Flixbus auf A9 verletzt – eine Frau stirbt

Der 59-jährige Fahrer des Busses konnte aufgrund seiner schweren Verletzungen zunächst nicht befragt werden, wie eine Polizeisprecherin am Montag in Halle sagte.

Bei dem Unfall waren 56 Rettungswagen, acht Rettungshubschrauber sowie zahlreiche Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz. Die Verletzten wurden auf insgesamt 14 Krankenhäuser verteilt - vor allem in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

A9 für zwölf Stunden voll gesperrt

Vier Hubschrauber und mehr als zehn Rettungswagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu bergen. Die A9 wurde an der Unfallstelle in beide Richtungen voll gesperrt.

Die A9 wurde am Montag nach einer rund knapp zwölf Stunden dauernden Sperrung wieder freigegeben. Ein anderes Auto war laut Polizei nicht an dem Unfall beteiligt.

Ursache des Unfalls: Fahrer eingeschlafen?

Eine Sprecherin der Autobahnpolizei hatte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend gesagt, die Polizei gehe nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein sogenannter Sekundenschlaf des Fahrers zu dem Unfall geführt habe.

Diesen Verdacht wollte ein Sprecher der Polizei in Halle in der Nacht zu Montag ausdrücklich nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen zum Unfallhergang. Zum Zustand der Verletzten konnte die Polizei am frühen Morgen keine weiteren Angaben machen.

Flixbus richtet Hotline für Betroffene des Unfalls auf A9 ein

„Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen, Busfahrern sowie deren Familien und Freunden“, so Flixbus gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bus war planmäßig von Berlin aus in Richtung München unterwegs. Für Angehörige hat das Unternehmen eine kostenlose Hotline eingerichtet. Unter der (00800) 30 01 37 30 kannst du dir individuelle Auskünfte geben lassen. (mb/dso/fb/aj/dpa)