Geiselnahme in Nordhausen: Baby und Mutter bewaffnetem Mann ausgeliefert – SEK und Hubschrauber im Einsatz

Großes Bangen um Baby und Mutter: eine Geiselnahme  hielt Nordhausen am Mittwoch über Stunden in Atem. (Symbolbild)
Großes Bangen um Baby und Mutter: eine Geiselnahme hielt Nordhausen am Mittwoch über Stunden in Atem. (Symbolbild)
Foto: Imago/Becker & Bredel

Nordhausen. Sie waren dem Mann schutzlos ausgeliefert. Über Stunden bangte in Nordhausen eine Mutter um das Leben ihres elf Monate alten Babys – und um ihr eigenes.

Der Freund der 28-Jährigen attackierte die Frau und bedrohte sie mit einem Messer. So hinderte er sie, die Wohnung zu verlassen und auch ihr Kind in Sicherheit zu bringen.

Die Geiselnahme in der Stolberger Straße hat das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes Thüringen am Mittwoch über Stunden auf Trab gehalten.

Vorsorglich wurde auch der Polizeihubschrauber nach Nordhausen geflogen.

Geiselnahme in Nordhausen: 26-Jähriger bedroht Freundin mit Messer

Die Beamten teilten mit, sie hätten am Mittwochnachmittag die Information erhalten, dass der Mann die 28 Jahre alte Frau in der Wohnung körperlich attackiert habe und sie mit einem Messer am Verlassen der Wohnung gehindert habe.

In der Wohnung habe sich zu diesem Zeitpunkt außerdem der gemeinsame elf Monate alte Sohn befunden.

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SEK über Stunden in Nordhausen im Einsatz

Die Polizei schickte daraufhin nach eigenen Angaben ein größeres Aufgebot zur Wohnung.

Am Abend, kurz nach 20 Uhr, dann die erlösende Nachricht: Der 26-jährige Mann sei festgenommen worden, die Frau und ihr Baby seien unverletzt geblieben, teilte die Polizei mit. (aj, dpa, mb)