Landkreis wird straffälligen Asylbewerber nicht los und sendet erbosten Hilferuf

Laut Landratsamt Wartburgkreis sorgt ein Asylbewerber in Merkers immer wieder für Ärger. (Symbolfoto)
Laut Landratsamt Wartburgkreis sorgt ein Asylbewerber in Merkers immer wieder für Ärger. (Symbolfoto)
Foto: Imago/Christian Mang

Bad Salzungen. Es ist ein Hilferuf und gleichzeitig eine Anklage: Der Wartburgkreis in Thüringen will einen straffälligen Asylbewerber aus Merkers loswerden, aber kann es nicht. Landrat Reinhard Krebs geht jetzt die Hutschnur hoch.

Aggressiver Asylbewerber in Thüringen: Verletzte in Merkers

"Dieser Mensch hat das Gastrecht in unserem Land verwirkt", sagt der CDU- Politiker erbost. Es geht um einen Libyer, der in der Gemeinschaftsunterkunft Merkers wohnt und "der bereits eine lange Liste von Ermittlungs- und Strafverfahren vorzuweisen hat", wie es aus dem Landratsamt Wartburgkreis hieß.

Am Dienstagabend soll es in dem Asylheim einen neuen Vorfall gegeben haben. Mehrere Menschen seien dabei verletzt worden, teilte das Landratsamt mit. Der Libyer ist offenbar der Hauptverdächtige.

Landratsamt Wartburgkreis wendet sich an Staatsanwaltschaft

Die Mitarbeiter der Behörden hätten schon früher "mit den ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln und Sanktionen" versucht, den Mann "zu einem respektvollen Miteinander zu bewegen". Erfolglos.

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"Auch zwei dringliche Schreiben des Landratsamtes an die Staatsanwaltschaft mit der Bitte um eine Beschleunigung von Ermittlungsverfahren hatten keine Sanktionen oder Haftbefehle seitens der Staatsanwaltschaft zur Folge", zeigt sich die Kreisbehörde enttäuscht.

"Schlag ins Gesicht": Landrat Reinhard Krebs fordert Konsequenzen

"Das ist ein Schlag ins Gesicht derer, die verletzt wurden und auch der Polizei, die den Betroffenen schon mehrfach in Gewahrsam nehmen und immer wieder zurückbringen musste", sagte dazu Landrat Krebs und zeigte sich besorgt: "Wenn diese wiederholten Gesetzesverstöße keine rechtstaatlichen Konsequenzen nach sich ziehen, hat dies eine verheerende Wirkung auf die anderen Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft und die Einwohner der Gemeinde."

Vorerst wollte der Wartburgkreis den Libyer nun in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Suhl bringen lassen, weil dort bessere Bewachungsmöglichkeiten bestünden. Doch auch das sei noch nicht gelungen, weshalb der Mann erst einmal wieder nach Merkers kam. (maf)