Flüchtling in Thüringen sorgt für Gewaltserie: Jetzt tut sich etwas

In einer Flüchtlingsunterkunft in Merkers in Thüringen ist ein Asylbewerber immer wieder gewalttätig geworden. Das Landratsamt hat die Geduld schon verloren. (Symbolfoto)
In einer Flüchtlingsunterkunft in Merkers in Thüringen ist ein Asylbewerber immer wieder gewalttätig geworden. Das Landratsamt hat die Geduld schon verloren. (Symbolfoto)
Foto: dpa

Bad Salzungen. Er wurde immer wieder gewalttätig: Ein Flüchtling beschäftigt in Thüringen seit Längerem die Sicherheitskräfte, das Landratsamt im Wartburgkreis sendete kürzlich sogar einen Hilferuf ab.

Doch jetzt hat die Gewaltserie wohl erst einmal ein Ende.

Wie die Polizei mitteilte, sei der 22-Jährige am Dienstag in Bad Salzungen festgenommen worden. Er befinde sich derzeit in Gewahrsam in der Dienststelle, hieß es am Nachmittag auf Nachfrage.

Gewalt: Flüchtling aus Merkers beschäftigt immer wieder Polizei

Zuvor soll das Amtsgericht in Eisenach einen Haftbefehl ausgestellt haben – wegen mehrerer Gewaltdelikte in den Gemeinschaftsunterkünften in Gerstungen und Merkers. Seinen bislang letzten Ausraster hatte der Asylsuchende am 28. Mai.

Mehrere Menschen in Flüchtlingsunterkunft verletzt?

Nach Angaben aus dem Landratsamt wurden dabei im Heim in Merkers mehrere Menschen verletzt. Laut Polizei erlitt einer ihrer Beamten leichte Verletzungen. Die genauen Hintergründe sind allerdings unklar.

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22-Jähriger wird Haftrichter vorgeführt

Diese Aktion brachte das Fass jedoch offenbar endgültig zum Überlaufen. Am Mittwoch wird der Festgenommene einem Haftrichter vorgeführt, der dann entscheidet, ob der 22-Jährige ins Gefängnis kommt.

Wartburgkreis will Asylsuchenden loswerden und wendet sich an Öffentlichkeit

In der vergangenen Woche hatte sich das Landratsamt im Wartburgkreis noch mit einer erbosten Mitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Darin hatte die Behörde unter anderem der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, nicht schnell genug zu handeln.

"Wenn diese wiederholten Gesetzesverstöße keine rechtstaatlichen Konsequenzen nach sich ziehen, hat dies eine verheerende Wirkung auf die anderen Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft und die Einwohner der Gemeinde", sagte Landrat Reinhard Krebs damals. Der CDU-Politiker hatte sich für eine Abschiebung des jungen Mannes ausgesprochen: "Dieser Mensch hat das Gastrecht in unserem Land verwirkt." (maf)