Gefahr im Kindergarten? Erzieherinnen aus Thüringen wird Umgang mit Kindern verboten

Nach den Vorwürfen wegen ihres Verhaltens zu den Kindern hat das Thüringer Bildungsministerium zwei Beschäftigten eines Kindergartens im den weiteren Umgang mit Kindern untersagt. (Symbolbild)
Nach den Vorwürfen wegen ihres Verhaltens zu den Kindern hat das Thüringer Bildungsministerium zwei Beschäftigten eines Kindergartens im den weiteren Umgang mit Kindern untersagt. (Symbolbild)
Foto: Monika Skolimowska / dpa

Ostthüringen. Sie sollen grob mit Kindern umgegangen, sie angeschrien und bloßgestellt haben – jetzt wurde zwei Kindergärtnerninnen aus Thüringen der Umgang mit Kindern verboten

Doch das lässt die Gemeinde so nicht auf sich sitzen.

Kita in Thüringen: Beschäftigte gefährden Kindeswohl

Die im April bekannt gewordenen Vorwürfe hätten sich bei einer Prüfung durch das Ministerium «verfestigt und als glaubwürdig erwiesen». Es sei «zwingend» davon auszugehen, dass eine weitere Beschäftigung der beiden Personen das Kindeswohl gefährde, wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Vorwürfe werden laut – Umgang mit Kindern untersagt

Nach den Vorwürfen wegen ihres Verhaltens zu den Kindern hat das Thüringer Bildungsministerium den beiden Mitarbeiterinnen des Kindergartens im Saale-Orla-Kreis den weiteren Umgang mit Kindern untersagt.

Das Ministerium hatte der Gemeinde Nimritz am Montag einen entsprechenden Bescheid übermittelt.

Frauen aus Kindergarten in Nimritz derzeit krankgeschrieben

Die Gemeinde ist Trägerin der Kita, in der rund 30 Kinder betreut werden. Der Arbeitsvertrag der Frauen laufe weiter, sagte der ehrenamtliche Bürgermeister von Nimritz, Peter Graetsch, der Deutschen Presse-Agentur. Wie sie künftig eingesetzt werden, sei noch nicht geklärt. Beide seien derzeit krankgeschrieben.

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Thüringer Gemeinde will gegen Bescheid vorgehen

Laut Ministerium steht das Verhalten der kritisierten Mitarbeiterinnen im fundamentalen Widerspruch zu den Aufgaben einer pädagogischen Fachkraft.

Die Gemeinde Nimritz will gerichtlich gegen den Bescheid des Ministeriums vorgehen, wie Bürgermeister Graetsch sagte. Sie habe Klage beim Verwaltungsgericht Gera eingelegt. Eine Stellungnahme des Gerichts war zunächst nicht zu erhalten.

Wer die Vorwürfe gegen die beiden Frauen erhoben hat, wurde nicht mitgeteilt. Im Zusammenhang mit den Vorwürfen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Gera, wie ein Behördensprecher sagte. Auslöser sei eine Anzeige des Jugendamtes. Zum konkreten Straftatbestand machte der Sprecher unter Verweis auf den sehr frühen Ermittlungsstand keine Angaben.

Der MDR hatte über das Tätigkeitsverbot berichtet. (dpa, aj)