Ekelhafte Angriffe in Thüringen: Mann bewirft Tierschutzverein und schickt benutzte Kondome – das steckt dahinter

Wer macht sowas? In Nordhausen wird das Tierheim massiv bedroht. (Symbolbild)
Wer macht sowas? In Nordhausen wird das Tierheim massiv bedroht. (Symbolbild)
Foto: imago/Eibner

Nordhausen. Der Tierschutzverein Nordhausen sieht sich derzeit einem echten Psycho-Krieg ausgesetzt: Fenster werden eingeworfen, Mitarbeiter bedroht, Briefe mit benutzen Kondomen erreichen den Tierschutz.

Bis zu 60 Mal pro Stunde klingelt das Telefon beim Tierschutzverein Nordhausen. Gehen die Mitarbeiter ran, werden sie beschimpft und bedroht. Gehen sie nicht ran, landen die irren Beleidigungen auf der Mailbox. Teils sogar gesungen.

Tierschutzverein Nordhausen von irrem Stalker heimgesucht

Hinter diesen Angriffen steckt ein Stalker, sagen Kevin Schmidt und Jasmin Thiele vom Tierschutz Nordhausen dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Der Ex-Freund einer neuen Mitarbeiterin wolle, dass die Frau ihren Job wieder verliert.

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Das komme gar nicht in Frage, das Tierschutz-Team stehe hinter der Kollegin - die selbst aber schon viel zu eingeschüchtert ist, um vor die Kamera des MDR-Fernsehteams zu treten.

Tierschutzverein hat Angst um seine Tiere

Jetzt zeigt der Tierschutz konsequent jede Einzeltat bei der Polizei an. Fenster eingeschmissen - Anzeige. Drohanrufe - Anzeige. Schließlich geht es zudem auch um das Wohl der Tiere.

„Es ist extrem erschreckend und verstörend, man weiß nicht, was am nächsten Tag passiert“, sagt Schmidt. Futterspenden würden deshalb jetzt genau kontrolliert: „Offene Futtersäcke können wir nicht mehr verfüttern, aus Angst, dass den Tieren was passiert.“

Polizei Nordhausen ermittelt

Die Polizei Nordhausen ermittelt nun und prüft, inwieweit der Ex-Freund der Tierschutz-Mitarbeiterin hinter all den Taten steckt. Alle Betroffenen würden nun vernommen. (lin)