Thüringen: Ehefrau will sich trennen, dann sticht er zu – doch er will sich an nichts erinnern

In Suhl hat ein Mann mehrfach auf seine Frau eingestochen. Die Attacke ereignete sich in der gemeinsamen Wohnung. (Symbolfoto)
In Suhl hat ein Mann mehrfach auf seine Frau eingestochen. Die Attacke ereignete sich in der gemeinsamen Wohnung. (Symbolfoto)
Foto: mago/allOver-MEV

Suhl. Weil er betrunken seine Ehefrau mit einem Messer angegriffen hat, muss ein 32-Jähriger aus Thüringen in Haft.

Mann sticht in Suhl auf Ehefrau ein

Der Mann hatte im Februar dieses Jahres in Suhl mit einem Küchenmesser auf seine 29 Jahre alte Ehefrau eingestochen, die sich von ihm trennen wollte.

Er war während des Angriffs betrunken und fügte seiner Frau Wunden am Hals, im Gesicht und am Oberarm zu. Der Mann gab an, sich wegen seines Alkoholkonsums nicht an die Tat erinnern zu können.

Keine vorsätzliche Tötung nachweisbar

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Ein Tötungsvorsatz konnte bei der Verhandlung aber nicht nachgewiesen werden, so die Sprecherin.

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Gericht verurteilt Messerstecher aus Suhl

Das Landgericht Meiningen verurteilte ihn am Mittwoch wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten, wie eine Sprecherin sagte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa, aj)

Hilfe bei häuslicher Gewalt

Anmerkung der Redaktion: Wenn du selbst häusliche Gewalt erlebst oder jemanden kennst, der darunter leidet, kannst du dir bei der Opferhilfe Thüringen helfen lassen. Im Internet findest du alle wichtigen Informationen und Zuständigkeiten auf der Website www.opferhilfe-thueringen.de. Frauen können sich speziell an das Hilfe-Telefon wenden. Die Beratung unter der Nummer (0800) 011 60 16 ist anonym, streng vertraulich und kostenfrei.