Höhlen-Unglück in Thüringen: Kletterer stürzt in die Tiefe – seine Freunde können ihn nicht retten

Der Oertelsbruch bei Lehesten ist gesperrt - für vier Hobby-Kletterer offenbar kein Hindernis. (Archivbild)
Der Oertelsbruch bei Lehesten ist gesperrt - für vier Hobby-Kletterer offenbar kein Hindernis. (Archivbild)
Foto: imago images / Eibner
  • Vier Kletterer im abgesperrten Oertelsbruch
  • Mann stürzt sechs Meter in die Tiefe
  • Rettungseinsatz dauert die ganze Nacht

Lehesten . In einer Höhle in Thüringen ist ein Hobby-Kletterer mehrere Meter in die Tiefe gestürzt – er hätte aber auch niemals hier klettern dürfen. Passiert ist das Unglück laut Polizei am Sonntagabend im abgesperrten Oertelsbruch bei Lehesten.

Demnach waren eine Frau und drei Männer im Alter zwischen 32 und 41 Jahren am Nachmittag in das Höhlensystem geklettert. Im Stollen bewegten sie sich über mehrere Solen.

Kletter-Unfall in Höhle bei Lehesten in Thüringen

Dann passierte es: Plötzlich verlor ein Kletterer den Halt: Er stürzte sechs Meter in die Tiefe! Dabei hatte er vergleichsweise Glück: Der Mann verletzte sich "nur" am Bein.

Dennoch gelang es nach dem Unglück weder ihm noch seinen Begleitern, wieder aus der Höhle zu kommen. Sie wählten den Notruf und lösten damit einen Großeinsatz aus.

Oertelsbruch: Rettung dauert sechs Stunden

Wegen der komplexen Rettung kamen neben der Feuerwehr Lehesten auch die Bergwacht aus Meuselbach und Bayern sowie die Höhen- und Höhlenrettung aus Bayern zum Einsatz. Erst um 5 Uhr wurde der verletzte Kletterer aus der Höhle im Oertelsbruch befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

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Die Hobby-Kletterer müssen jetzt mit Konsequenzen rechnen. Die Polizei ermittelt gegen sie wegen des Verdacht des Hausfriedensbruchs. Der Oertelsbruch bei Lehesten lockt immer wieder Neugierige an – vor allem bei "Lost Places"-Fans ist das Gelände beliebt. (ck)