Wetter in Thüringen: Starkregen und Hagel – SO geht es am Wochenende weiter

Land unter in Weimar. Ein kurzer Starkregen sorgte für mehr als 30 Einsätze im Stadtgebiet.
Land unter in Weimar. Ein kurzer Starkregen sorgte für mehr als 30 Einsätze im Stadtgebiet.
Foto: Stefan Eberhardt

Erfurt. Hochsommer im Juni. Herbstwetter im Juli ... Nach den Hitze-Wochen gibt es eine kräftige Abkühlung des Wetters in Thüringen.

Wir halten dich in unserem Wetterblog in Thüringen die Sommerferien über auf dem Laufenden:

Samstag, 13. Juli: 15.34 Uhr

Für Samstag kündigt der Deutsche Wetterdienst weiter teilweise schwere Gewitter an.

Starkregen von bis zu 25 l/qm innerhalb einer Stunde und kleinkörniger Hagel mit Windböen von bis zu 60 km/h wird so manch einem das Wochenende versauen. Es bleibt also ungemütlich.

08.31 Uhr

Am Freitagnachmittag waren bei einer Unfallserie in Thüringen auf der Autobahn 4 mindestens 23 Menschen verletzt worden, sechs von ihnen schwer. In die Serie mit sechs Unfällen nahe Eisenach waren am Nachmittag 17 Fahrzeuge verwickelt, wie die Polizei mitteilte.

Laut der Behörde hatte starker Regen zu Aquaplaning geführt, Autos seien angesichts der Fahrbahnverhältnisse zu schnell unterwegs gewesen.

Der Samstag wird der Vorhersage nach sehr wolkenreich, östlich der Elbe sei wieder Regen wahrscheinlich. Sonntag soll es laut Wetterdienst größtenteils trocken bleiben. Die Sonne werde aber meist von den Wolken verdeckt, hieß es. Die Temperaturen bewegen sich der Prognose nach am gesamten Wochenende zwischen 20 und 23 Grad.

Die Aussichten für Sonntag sind noch ungemütlicher. Das Wochenende verabschiedet sich mit 19 Grad.

Freitag, 12. Juli:

19.17 Uhr

Von einem kurzen, aber heftigen Unwetter wurde Weimar am Abend heimgesucht. Das Ergebnis: mehrere Unterführungen wurden überschwemmt, teilweise stand das Wasser in den Straßen bis zu 50 cm hoch. Auch die Tiefgarage der Weimarhalle und des Bauhaus-Museums war betroffen. „Hier stand das Wasser bis zu 40 cm hoch. Die Feuerwehr ist mit mehreren Pumpen im Einsatz, um das Wasser dort hinauszupumpen“, so Stadtsprecherin Sofia Orfanidis. Hier dauern

Auch eine Vielzahl an Kellern war vollgelaufen. Die Berufsfeuerwehr sowie alle freiwilligen Feuerwehren sind mit 55 Einsatzkräften an über 30 Stellen im Einsatz.

In einer Unterführung musste ein Rettungswagen der Johanniter abgeschleppt werden. Ein entgegenkommender Lkw hatte eine Flutwelle vor sich hergeschoben, die im Motor des Rettungswagens landete. Die Konsequenz war ein Motorschaden.

„Es wurde sofort ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt“, so Orfanidis. Verletzte oder gravierende Schäden habe es zum Glück nicht gegeben.

17.37 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für Jena, Weimar und das Weimarer Land aufgehoben.

16.49 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Wetterwarnung wegen der Gefahr vor schweren Gewittern herausgegeben.

Folgende Städte und Regionen sind betroffen:

  • Jena
  • Weimar
  • Weimarer Land

Der DWD warnt vor Warnstufe 3 von 4.

15.41 Uhr

Der Starkregen hat auf der A4 für ein Unfall-Chaos gesorgt. Ein Auto überschlug sich, andere landeten auf dem Dach. Die A4 ist zwischen Eisenach-West und Ost gesperrt. Auch in der Gegenrichtung gibt es eine Vollsperrung. >>> hier alle Infos

13.30 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst warnt: Schon zum Nachmittag und Abend können starke Gewitter aufziehen. Auch Starkregen und Sturmböen werden erwartet.

06.34 Uhr

Zwar wird es zunächst bis zu 24 Grad warm, dennoch kann es ab etwa 17 Uhr zu schweren Gewitter, teils mit Sturmböen und Starkregen kommen. Auch Hagel und Blitze sind möglich. Mit dem Gewitter kühlt es etwas ab.

Auch für Samstag gibt es eine Gewitterwarnung, um die Mittagszeit klart es aber wieder auf und die Temperaturen steigen auf bis zu 22 Grad. Dann kommt auch die Sonne zum Vorschein

Donnerstag, 11. Juli:

13:20 Uhr

Deutscher Wetterdienst warnt: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag soll es in Thüringen Gewitter und Starkregen geben.

Die Wetteraussichten für das Wochenende sehen leider auch nicht besser aus: Gerade mal 20 Grad und viel Regen stehen bevor.

08.40 Uhr

Viele Thüringer werden das Gefühl gar nicht mehr gekannt haben, aber am Donnerstag soll es tatsächlich regnen. Vor allem am Nachmittag ziehen Schauer über den Freistaat. Vereinzelt kommen Gewitter oder Starkregen auf.

Die Höchwerte liegen bei 20 bis 23 Grad, im Bergland bei 17 bis 19 Grad.

Auch in der Nacht hält sich Wolkendecke. Erneut können Gewitter und stellenweise Starkregen auftreten.

Mittwoch, 10. Juli:

16.59 Uhr

Durch die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben in einem Teich in Eisenach die für Menschen gefährlichen Blaualgen stark zugenommen. Die Hitze führte laut Mitteilung der Stadtverwaltung von Mittwoch dazu, dass sich die Cyanobakterien in großer Zahl in dem Gewässer vermehrten. Der Teich liegt am Fuße der Wartburg bei einer historischen Villa, in der sich das Reuter-Wagner-Museum befindet. Die Stadt warnt, dass Menschen nicht mit den Bakterien in Berührung kommen sollten. Auch Haustiere sollten fern gehalten werden.

Die Bakterien enthalten einen grün-blauen Farbstoff, weshalb sie häufig als Blaualgen bezeichnet werden. Langanhaltend hohe Temperaturen und reichlich Sonnenschein fördern ihr Wachstum. Ein von ihnen produzierter Giftstoff kann zu Hautreizungen, aber etwa auch zu starken allergischen Reaktionen wie Durchfall, Fieber und Atemwegsproblemen führen.

10.57 Uhr:

Obwohl die Hitzewelle derzeit zurückgegangen ist, haben die Thüringer Forstämter alarmierende Zahlen parat: „Noch nie brannten seit der Wiedervereinigung die Thüringer Wälder auf so großer Fläche“, macht ThüringenForst deutlich. Denn mit knapp 20 Hektar Waldbrandfläche sei im ersten Halbjahr dieses Jahres ein trauriger Rekord aufgestellt worden.

Zu 24 Waldbränden musste die Feuerwehr in den ersten Monaten des Jahres schon ausrücken. Im sogenannten Jahrhundertsommer 2003 habe es zwar noch öfter gebrannt - hier waren die Einsatzkräfte 37 Mal vor Ort - jedoch war die Fläche damals nur etwa halb so groß.

Für die große Fläche sind vor allem zwei Großbrände an der Bleiloch-Talsperre (Forstamt Schleiz) und in Plaue (Forstamt Erfurt-Willrode) mit insgesamt 16 Hektar.

Besonders im April hat es in Thüringen oft gebrannt

Besonders im April hat es oft gebrannt. Was außerdem untypisch ist: Der erste Brand wurde schon im Februar gemeldet. Der Deutsche Wetterdienst hatte vom 17. bis 24. April durchgehend eine hohe und mittlere Waldbrandgefahr ermittelt, wie es hieß.

Mit etwa 550 000 Hektar ist Thüringen zu rund einem Drittel mit Wald bedeckt. Es steht laut ThüringenForst deutschlandweit an siebter Stelle der waldreichsten Bundesländer.

Die Experten zeichnen außerdem ein düsteres Bild. Denn der Klimawandel erhöhe die Waldbrandgefahr auch in Thüringen. Die tatsächliche Waldbrandgefahr können natürlich unterschiedlich ausfallen. Als besonders gefährdet gilt Ostthüringen, weil dort die Böden relativ trocken sind mit den Kiefernbeständen.

„Unabhängig von dem zwischenzeitlich erreichten hohen Stand in der Waldbrandprävention und –bekämpfung können die steigende klimatische Waldbrandgefährdung sowie der „Risikofaktor Mensch“ zu einer Zunahme von Brandereignissen, sowohl in der Häufigkeit wie auch Ausdehnung, führen“, so ThüringenForst.

In Thüringen sind ein Drittel der Fläche des Freistaates mit Wald bedeckt.

8.30 Uhr:

Während das Wetter am Mittwoch bis 21 Grad rund um Erfurt und in Thüringen werden sollen, wird es danach laut Deutschen Wetterdienst (DWD) richtig ungemütlich. Denn es drohen heftige Gewitter von Donnerstagabend bis ins Wochenende hinein.

Dabei soll es schwül warm um 25 Grad werden. Aber es gibt auch einen Hoffnungsschimmer für die geplagten Landwirte: Die Gewitter bringen auch Regen mit. Zumindest ein wenig soll es regnen, sagen die Meteorologen voraus. Es wird zeitweise mit rund einem Liter pro Quadratmeter gerechnet.

Dienstag, 9. Juli:

Es bleibt kühl in Thüringen: Gerade mal 9 bis zu 19 Grad erwarten uns diese Woche. Am Dienstag können die Temperaturen zwar auf etwa 17 bis 20 Grad ansteigen, jedoch bleibt es nass und grau. In der Nacht kann es wieder bis auf 5 Grad abkühlen. Aber es gibt einen Lichtblick...

Am Sonntag soll es laut Deutschem Wetterdienst endlich wieder etwas wärmer in Thüringen werden. In Erfurt können es sogar wieder bis zu 25 Grad werden. Bleibt also zu hoffen, dass das Wochenende wieder schöner wird.

Montag, 8. Juli:

Für manch einen Hitze-Geplagten mag das kühle Wetter genau das Richtige sein. Doch leider stimmt dieses Wetter nicht jeden glücklich.

Denn trotz drastisch fallender Temperaturen bleibt es weiter trocken, erklärt der Wetter-Experte Dominik Jung. Es soll wenig bis gar nicht regnen. Und das ist vor allem für die Landwirte in Thüringen fatal.

Sonntag, 7. Juli:

Die extreme Trockenheit ist vor allem für die Landwirtschaft in Thüringen und ganz Deutschland absolut keine gute Nachricht, die teilweise immer noch an Folgen der letzten Dürre-Periode in 2018 leidet. Jungs Wetter-Kollege Jörg Kachelmann bringt die Situation noch drastischer auf den Punkt.

„Sch****““, twitterte er mit Blick auf die Modellkarten für Deutschland in der letzten Woche.

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Samstag, 6. Juli:

Doch bereits Anfang der Woche könnte es vergleichsweise kühl werden: 20 Grad und Wolken sind angekündigt. Die Aussichten zum Beginn der Woche sind nicht wirklich besser....

Am Montag wird in ganz Deutschland nicht mal die 25-Grad-Marke überschritten, berichtet Jung. Es wird kühl und windig und im ganzen Land.

„Uns erwartet Herbstwetter mitten im Juli“, erklärt Jung.

Freitag, 5. Juli:

Zu Beginn der ersten Ferienwoche sinken in Thüringen die Temperaturen erstmal drastisch ab. Und zwar abends sogar bis zu 8 Grad. Dennoch gibt es für die Landwirte und Wälder keine Entwarnung: Niederschlag wird nämlich kaum fallen.

In der zweiten Ferienwoche soll es dann wieder bergauf gehen mit den Temperaturen. Vertraut man dem DWD-Trend, können sie dann schon wieder an der 30-Grad-Marke kratzen und sie überflügeln.

Also sommerliche Temperaturen in Sicht? Noch sieht es danach aus. Es sollen keine Niederschläge erwartet werden. (fno, fb, js, dpa)