Protest gegen Rechtsrock in Themar: Ramelow feiert den Widerstand

In Themar gaben es auch Gegenwind für die Rechten.
In Themar gaben es auch Gegenwind für die Rechten.
Foto: Bodo Schackow/dpa

Themar. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat ein positives Fazit zum Protest gegen das Rechtsrock-Festival in Themar gezogen. "Erstmal ist es toll, dass die Zivilgesellschaft zusammengestanden und ein breites, fröhliches Fest gegen Intoleranz gefeiert hat", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Polizei, das Landratsamt und das Thüringer Innenministerium hätten bewiesen, "dass man sich von Demokratieverächtern nicht auf der Nase herumtanzen lässt", so Ramelow.

Rechtsrock in Thüringen

Am Freitag und am Samstag hatten sich im südthüringischen Themar Hunderte Rechtsextreme zu einem Rechtsrock-Festival getroffen.

Am Freitag waren es laut Polizei rund 380 Festivalgänger, am Samstag über den Tag verteilt 920 gewesen.

Videos aus Themar:

Am Samstag versammelten sich den Veranstaltern zufolge in der Summe 800 Menschen neben dem Festivalgelände, um gegen das Konzert zu protestieren. Die Polizei registrierte in der Spitze 450 Gegendemonstranten zeitgleich vor Ort.

Polizei greift in Themar hart durch

Die Stadt war das dritte Jahr in Folge Schauplatz eines Rechtsrock-Festivals, das als politische Versammlung angemeldet war.

Nachdem strenge Auflagen der Behörden für das Konzert über zwei gerichtliche Instanzen Bestand hatten, griff die Polizei hart durch, wenn Teilnehmer gegen Auflagen verstießen oder sie im Verdacht standen, Straftaten zu begehen. Hunderte Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.