Vergewaltigung auf BMW Treffen? Veranstalter irritiert mit dieser Stellungnahme

Auf dem BMW-Treffen "Asphaltfieber" auf dem Flugplatz in Obermehler sollen sich schreckliche Szenen abgespielt haben. Der Veranstalter erklärt sie jedoch mit einem "Missverständnis". (Archivbild)
Auf dem BMW-Treffen "Asphaltfieber" auf dem Flugplatz in Obermehler sollen sich schreckliche Szenen abgespielt haben. Der Veranstalter erklärt sie jedoch mit einem "Missverständnis". (Archivbild)
Foto: Imago Images/Katharina Heßland-Wissel

Obermehler. Zwei junge Frauen sollen auf dem BMW-Treffen in Thüringen Sexualstraftätern zum Opfer gefallen sein. Doch für den Veranstalter handelt es sich offenbar nur um ein "Missverständnis".

Es sollte ein unvergessliches Wochenende auf dem BMW-Treffen in Thüringen werden. Für die zwei jungen Frauen wurde das Event offenbar zu einem wahrhaften Albtraum.

Vergewaltigung auf BMW-Treffen in Thüringen – Polizei ermittelt

Am Montag bestätigte die Polizei jedoch die Ermittlungen gegen einen 18 und 20 Jahre alten Mann.

Die Polizei hatte bereits am Sonntag über eine Vielzahl von Straftaten auf der als weltgrößtes BMW-Treffen beworbenen viertägigen Veranstaltung berichtet. Auch zwei mutmaßliche Vergewaltigungen wurden in der Mitteilung erwähnt.

Über das Alter des mutmaßlichen Opfers hatte zuerst die "Bild“ in ihrer Thüringer Ausgabe am Montag berichtet.

18-Jähriger vergeht sich an Minderjähriger in Zelt

Nach bisherigen Kenntnissen soll auf dem weltgrößten BMW-Treffen "Asphaltfieber“ in Obermehler (Unstrut-Hainich-Kreis) ein 16-jähriges Mädchen von einem 18-Jährigen in einem Zelt missbraucht worden sein soll.

Die Polizei bestätigte am Montag, dass wegen Vergewaltigungsvorwürfen ermittelt wird.

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Asphaltfieber Obermehler: Frau schreit um Hilfe

Im Falle der zweiten mutmaßlichen Vergewaltigung ermittelt die Polizei den Angaben von Montag nach nun wegen sexueller Nötigung.

Zeugen sollen Hilferufe auf Toilettenhäuschen gehört haben

Zeugen seien auf die Hilferufe einer 22-Jährigen aus einem mobilen Toilettenhäuschen aufmerksam geworden.

Ein zwei Jahre jüngerer Mann soll sich dort an der Frau vergangen haben. In beiden Fällen sei Alkohol im Spiel gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

Asphaltfieber: „Alles nur ein Missverständnis“

Das Syndikat Asphaltfieber bestreitet die Taten. Auf ihrer Homepage heißt es unter dem Titel "Thema Vergewaltigung" wortwörtlich: "Die mutmaßlichen Vergewaltigungen auf dem Veranstaltungsgelände wurden noch auf dem Gelände und während der Veranstaltung aufgeklärt und stellten sich als Missverständnisse der beteiligten Parteien heraus. Es gab folglich weder Vergewaltigungen noch Sexualdelike auf dieser Veranstaltung."

Pressemitteilung zum "Thema Vergewaltigung"

(aj)