Dekadent! Hierfür sollen Politiker in Thüringen eure Steuergeldern verprassen

Wofür Thüringens Politiker Steuergelder ausgeben, ist dem Rechnungshof ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
Wofür Thüringens Politiker Steuergelder ausgeben, ist dem Rechnungshof ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
Foto: Imago/Ralph Peters

Thüringen. Politiker aus Thüringen stehen in Kritik Steuergelder für ihr Privatvergnügen zu verschwenden. Von Alkohol über Pralinen bis zum Fußballspiel – der Rechnungshof zieht erschreckende Bilanz.

Über 190.000 Euro sollen Politiker der Landesregierung in Thüringen zwischen 2015 und 2017 verprasst haben, so berichtet es die Thüringer Landeszeitung.

Demnach habe der Rechnungshof die Verwendung sogenannter Verfügungsmittel unter die Lupe genommen. Mehr als 1500 Belege wurden geprüft. Und dabei kam Erschreckendes ans Licht:

In keinem einzigen Fall sei zweifelsfrei gerechtfertigt gewesen, warum man sich hier genau an Steuergeldern vergriffen hatte.

Politiker in Thüringen: Reichlich Alkohol und Blumen

Laut TLZ habe der Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee etwa bei einem Abendessen alleine 100 Euro an Alkohol ausgegeben.

Sozialministerin Heike Werner soll sogar stolze 1200 Euro für Blumen und Pralinen und weitere 2400 Euro für Geschirr, Kalender und eine Espressomaschine ausgegeben haben.

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Bodo Ramelow: Extra-Spende an Flüchtlingsprojekt

Ministerpräsident Bodo Ramelow soll rund 7000 Euro aus den Verfügungsmitteln für ein Projekt zur Ausbildung und Qualifizierung für Flüchtlinge locker gemacht haben, obwohl bereits eine Förderung des Freistaates vorlag.

Solche Extra-Ausgaben seien durch das Bruttogehalt von 200.000 Euro bereits abgegolten, dafür habe Ramelow nicht die Verfügungsmittel nutzen müssen, so die Prüfer gegenüber der TLZ.

Georg Maier: Derby-Tickets zum Privatvergnüngen

Und Innenminister Georg Maier habe sich für 150 Euro ein Businessticket für das Spiel Rot-Weiß Erfurt gegen Carl Zeiss Jena geleistet. Für den Rechnungshof ganz eindeutig ein „Privatvergnügen“, das aus eigener Tasche hätte gezahlt werden sollte.

Wie die Politiker sich gegenüber der Vorwürfe rechtfertigen, lest ihr hier >> in dem Bericht der Thüringer Landeszeitung. (aj)