Thüringen: Männer schießen wild durch die Stadt

Zwei Männer haben in Thüringen um sich geschossen. (Symbolbild)
Zwei Männer haben in Thüringen um sich geschossen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Rudolstadt. Was ist bloß da los? In Rudolstadt in Thüringen haben am Wochenende gleich zwei Männer um sich geschossen.

Schüsse fallen Rudolstadt – Bereich weiträumig gesperrt

Weil Zeugen am Freitagabend Schüsse aus einem Kleingarten im Bereich Tiergartenstraße in Rudolstadt hörten, hat die Polizei den Bereich weiträumt abgesperrt. Sofort hätten die Beamten die Fahndung eingeleitet und den Verdächtigen kurze Zeit später auch gefunden.

Bei dem Mann handelt es sich um einen 42-Jährigen, der nach Angaben der Polizei schon amtsbekannt ist. Der Betrunkene hatte eine Schreckschusswaffe dabei, die er nach eigenen Angaben erst kürzlich erworben hatte. Um sie zu testen, habe der Mann dann Probeschüsse in seinem Garten abgefeuert.

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Schüsse im Kleingarten: Polizei entdeckt noch etwas im Garten des Mannes

Eine waffenrechtliche Genehmigung hatte der Mann jedoch nicht. Deshalb wird gegen den 42-Jährigen nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Außerdem haben die Beamten nach eigenen Angaben noch eine Hanfpflanze bei dem 42-Jährigen im Garten entdeckt. Darum wird gegen ihn nun auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Samstag: Wieder Schüsse in Rudolstadt

Zu einem zweiten Fall mit Schüssen in Rudolstadt kam es am Samstag. Eine Frau (39) meldete der Polizei, dass in ihrer Nachbarschaft geschossen werde. Ein Mann laufe mit Pistole und einem Gewehr herum.

Weil die Frau nicht sagen konnte, ob es sich um scharfe Waffen oder Schreckschusswaffen handelte, sandte die Polizei mehrere Streifenwagen aus. Die Beamten konnten den Verdächtigen kurze Zeit später in seinem Garten ausfindig machen.

Vor Ort stellten die Beamten fest, dass der 27-Jährige betrunken war. 1,71 Promille ergab ein Alkoholtest. Die Beamten entdeckten außerdem diverse Langwaffen und Schreckschusswaffen bei dem Mann. Warum er Schüsse abgegeben habe, konnte er allerdings nicht erklären.

Während der Ermittlungen ergaben sich laut Polizei dann Hinweise auf eine Fremd- und Eigengefährdung - darum wurde der Mann in eine Klinik gebracht. (abr)