Thüringen: Er war eine Legende der DDR – jetzt ist er tot

Der Leipziger Schauspieler und Kabarettist Manfred Uhlig ist tot.
Der Leipziger Schauspieler und Kabarettist Manfred Uhlig ist tot.
Foto: Kabarett Leipziger Pfeffermühle / dpa

Millionen Zuschauer aus Thüringen und Ostdeutschland kennen und liebten ihn. Jetzt ist der kultige Moderator und Kabarettist gestorben.

Manfred Uhlig – vor allem bekannt aus DDR-Unterhaltungsklassiker „Ein Kessel Buntes“ – hat damals Geschichte geschrieben.

Seinen Tod bestätigte das Leipziger Kabarett Pfeffermühle am Donnerstag unter Berufung auf seine Tochter.

Thüringen: Manfred Uhlig – DDR-Promi und Fußballfan

Zuvor hatte der Fußball-Verein BSG Chemie Leipzig mitgeteilt, dass er die Nachricht vom Tod des Entertainers erhalten habe. Uhlig, der DDR-Fernsehgeschichte geschrieben hatte, war ein prominenter Anhänger des Vereins.

Der Moderator war bekannt durch den DDR-Unterhaltungsklassiker „Ein Kessel Buntes“.

Manfred Uhlig und sein Kessel Buntes

In den 70er Jahren war er als Mitglied des satirischen Trios „Die drei Dialektiker“ Gastgeber der TV-Show. Angefangen hatte er als Schauspieler, war dann von 1956 bis 1962 Mitglied des Kabarett-Ensembles der Pfeffermühle und kam darüber zum Rundfunk der DDR. 24 Jahre lang moderierte er auch die Hörfunksendung „Alte Liebe rostet nicht“.

Uhlig: "Reden wie der Schnabel gewachsen ist"

Manfred Uhlig ist einfach unschlagbar. Er ist einer der letzten Künstler, der die sächsische Mundart wirklich gepflegt hat“, hieß es einmal von der Leipziger Pfeffermühle über ihn.

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Zum 90. Geburtstag Uhligs hatte das Kabarett im September 2017 eine Geburtstags-Matinee für ihn ausgerichtet. Dass Sächsisch fast aus dem Fernsehen verschwunden ist, bedauerte Uhlig. „Ich vermisse das. Ich konnte ja reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist“, hatte er gesagt.

Manfred Uhlig ist im Alter von 91 Jahren verstorben. (dpa, aj)