A4 Thüringen evakuiert! DESWEGEN ist die Lage so hoch brisant

In Thüringen nahe der A4 sind erneut Bomben gefunden worden. Die Lage ist brisant. (Montage)
In Thüringen nahe der A4 sind erneut Bomben gefunden worden. Die Lage ist brisant. (Montage)
Foto: Google, Geobasis-DE/BKG, Polizei

Saale-Holzland-Kreis. Evakuierung auf der A4! Auf einen Schlag wurden in Thüringen gleich sieben Bomben gefunden. Die Lage war hochgefährlich, denn die Technik bereitete Probleme.

Zwei Sprengungen wurden vorbereitet. Dafür musste das Gebiet weiträumig evakuiert werden – auch die A4 war betroffen.

A4 in Thüringen: Sieben Bomben gefunden – Evakuierung

Die Muna ist und bleibt hochgefährlich, so titelt es die Polizei. Im Waldgebiet der ehemaligen Luftmunitionsanstalt (MUNA) in Thüringen sind wieder mehrere Bomben gefunden. Doch dieses Mal war die Sache besonders brisant.

Denn zwei der sieben Bomben sind nicht transportfähig und mussten deshalb am Fundort gesprengt werden.

Bei den Bomben handelte sich laut Polizei um insgesamt sieben Minenbomben deutscher Produktion des Typs „Monika“ mit einem Gewicht von je 907 kg.

Die Minenbomben wurden im Krieg für Abwürfe sowohl über Lan als auch über dem Meer eingesetzt.

Bomben mussten gesprengt werden: „Besonders perfide“

Fünf der sieben gefundenen Bomben besaßen keinen Zünder, sodass sie abtransportiert werden konnten. Zwei der Bomben aber hatten noch einen Zündern. Das führte zu Problemen.

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Druckwelle: A4 zwei Mal am Donnerstag gesperrt

Andreas West von der Firma „Tauber Delaborierung“ beschrieb die Technik an den beiden Bomben als besonders perfide. Die Bomben besaßen sogenannte Störzünder.

Sie dienten einzig dem Zweck, eine Entschärfung unmöglich zu machen.

Hätten Bombenentschärfer der amerikanischen oder russischen Streitkräfte nach Kriegsende versucht, den Zünder herauszudrehen, wäre die Bombe hochgegangen.

Aus diesem Grund war auch jetzt eine Entschärfung der beiden Bomben auf herkömmlichem Weg nicht möglich. Deshalb mussten sie gesprengt werden.

Da die Druckwelle bei beiden Bomben gleichzeitig zu stark wäre, musste dies nacheinander erfolgen. Deshalb wurde auch die A4 am Donnerstag zwei Mal gesperrt.

A4 am Donnerstag gesperrt

Am Donnerstag ab 13 Uhr wurde das Gelände im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort abgesperrt werden. Auch die Autobahn 4 war von der Evakuierung betroffen.

Die A4 musste am Donnerstag zwischen Hermsdorf-Ost und Rüdersdorf zweimal gesperrt werden. Das erste Mal etwa ab 15 Uhr für zehn Minuten.

Das zweite Mal etwa um 15.30 Uhr, jeweils in beide Fahrtrichtungen.

Erneut Bombenfund in Thüringen

Erst in der vergangenen Woche ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg an der gleichen Stelle gefunden worden.

Um die Bombe zu entschärfen hatte die Polizei in einem Umkreis von 1000 Metern eine Sperrzone errichtet. Davon waren die A4 und die A9 betroffen. Vorübergehend wurden Umleitungen eingerichtet.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, waren die Sprengungen erfolgreich. (fno)