Wolf in Thüringen: Deswegen ist er noch gefährlicher als gedacht

Der Wolf aus Thüringen ist gefährlicher als gedacht. Jetzt kam das ans Licht...(Symbolfoto)
Der Wolf aus Thüringen ist gefährlicher als gedacht. Jetzt kam das ans Licht...(Symbolfoto)
Foto: dpa

Ohrdruf. Der Wolf aus Ohrdruf hält zurzeit die Menschen in Thüringen in Atem. Die Wölfin, die seit längerem in der Nähe des Bundeswehrübungsplatzes im Landkreis Gotha lebt, ist wohl noch gefährlicher als gedacht.

Der Wolf verhalte sich sehr untypisch für seine Art. Außerdem hat die Wölfin vor kurzem Nachwuchs bekommen – doch nicht, wie zuerst angenommen, drei Wolfs-Hybride zur Welt gebracht.

Wolf in Thüringen: Mehr Jungtiere in Ohrdruf

Ende Juli hatte der Wolf Nachwuchs bekommen. Das war auf Kameraaufnahmen des Bundeswehrübungsplatzes in Thüringen zu sehen gewesen. Die Aufnahmen zeigten drei Wolfskinder – zwei schwarz, eines grau.

Wie sich nun herausstellte, waren das aber nicht die einzigen Jungtiere der Wölfin. Das Thüringer Landesamt für Naturschutz geht nun von fünf anstatt drei Wolf-Hund-Hybriden aus, berichtet der MDR.

Die Wölfin hatte sich bereits vor zwei Jahren mit einem Haushund gepaart und sechs Wolf-Hund-Hybride zur Welt gebracht. Und damit eine hitzige Debatte angestoßen.

Debatte: Wölfin zum Abschuss freigeben?

Über den Verbleib der Wölfin in Ohrdruf wird heftigst diskutiert. Einige fordern, sie zum Abschuss freizugeben. Die Angst vor weiterem Wolfsnachwuchs ist groß – die Wölfin könnte sich mit einem der Mischlingssöhne paaren.

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Außerdem wurden wohl zuletzt wieder vermehrt Nutztiere in der näheren Umgebung der Wölfe gerissen. Die Wölfin würde eine ausgefeilte Jagdstrategie entwickelt haben, die es ihr ermöglicht, selbst als sicher geltende Wolfszäune zu überwinden, so der Landwirtschafts-Sprecher der CDU.

Was passiert jetzt mit dem Wolfs-Nachwuchs?

Das Thüringer Umweltministerium plant laut MDR den Lebendfang der Jungtiere per Kastenfalle. Anschließend sollen sie in den Alternativen Bärenpark nach Worbis kommen.

Drei der Wolfs-Hybriden aus dem ersten Wurf der Wölfin wurden im Auftrag des Landes Thüringen erschossen, einer kam bei Gotha unter einen Zug.

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Der Grund für die drastische Abschuss-Maßnahme: Der Wolf ist eine geschützte Art, er soll nicht mit „gewöhnlichen“ Hunden vermischt werden. (fno)