Sensation in Thüringen! Fotofalle schnappt zu – und fotografiert erstmals DIESES Tier

Hainach. Das hat es in Thüringen bisher noch nie gegeben! Im Nationalpark Hainich hat am 1. August 2019 eine Fotofalle ausgelöst. Und dabei eine Sensation entdeckt, denn:

Nach Auswertung der Bilder sind sich die Experten einig: Dieses Tier wurde noch nie zuvor in Thüringen gesichtet.

Thüringen: Fotofalle in Nationalpark macht sensationelle Aufnahme

Zuerst war es nur eine Vermutung. Doch mittlerweile ist sich Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks, sicher: Bei dem Tier handelt es sich tatsächlich um einen Goldschakal.

Die eng mit dem Wolf verwandte Hundeart ist eigentlich im Balkan heimisch, breitet sich allerdings in den letzten Jahrzehnten nach Westeuropa aus.

In Brandenburg wurde eine Sichtung des Goldschakals erstmals im Juli 1997 dokumentiert.

Doch jetzt schlagen sich die einzigen in Europa heimischen Schakale offenbar weiter Richtung Westen durch.

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Breitet sich der Goldschakal weiter aus?

Experten schätzen, dass es in Europa mittlerweile rund 100.000 Exemplare der dämmerungsaktiven Raubtiere gibt. Damit leben etwa siebenmal mehr Goldschakale in unseren Breitengraden als Wölfe.

„Es ist davon auszugehen, dass dieses Tier nur auf der Durchreise war. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich der Goldschakal als neue Tierart in Deutschland ansiedeln wird“, so Manfred Großmann.

So erkennst du einen Goldschakal

Goldschakale

  • haben ein gelb-rötliches, grau geschecktes Fell
  • haben im Vergleich zum Fuchs einen deutlich kürzeren Schwanz
  • sind deutlich kleiner als Wölfe, aber größer als der Fuchs
  • fühlen sich in der Deckung von Sträuchern und Wäldern am wohlsten. Ein Grund, warum sich die mittelgroßen Raubtiere beinahe unbemerkt in Europa ausgebreitet haben.

Ist das Raubtier eine Gefahr für den Menschen?

Fürchten muss sich der Mensch vor dem Goldschakal nicht. Auf seinem Speiseplan stehen kleine und mittelgroße Säugetiere sowie Amphibien, Insekten, Fische und auch Aas. Nutztiere wie Schafe und Ziegen reißt der Jäger äußert selten.

Abhängig vom regionalen Angebot wird er sogar zum Vegetarier. Er ernährt sich unter anderem von Mais, Beeren oder Weintrauben.

„Es ist davon auszugehen, dass dieses Tier nur auf der Durchreise war. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich der Goldschakal als neue Tierart in Deutschland ansiedeln wird“, äußert sich Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Wolf in Thüringen – so gefährlich ist er wirklich

Auch ein anderes Tier hält derzeit die Thüringer in Atem. Die Wölfin, die derzeit in Ohrdruf in der Nähe des Bundeswehrübungsplatzes ihr Unwesen treibt, hat bereits mehrfach Nachwuchs bekommen. Aber keine Wolfs-Jungtiere, sondern Wolfs-Hund-Hybriden! Sie könnten gefährlicher sein, als gedacht. >>>Hier geht's zum Bericht.