AfD-Mann feiert „Verabschiedungskultur“ – doch er macht einen krassen Rechenfehler

Die AfD will eine "Verabschiedungskultur".
Die AfD will eine "Verabschiedungskultur".
Foto: dpa

Die AfD startet in Thüringen mit krassen Wortneuschöpfungen in den Wahlkamnpf.

In ihrem Wahlprogramm propagiert die AfD eine "Abschiebeinitiative 2020", Landesparteichef Björn Höcke sprach jüngst von einer "Verabschiedungskultur".

AfD: Verabschiedungskultur und Massenabschiebungen

Das Ziel: Massenabschiebungen als vermeintliche Lösung aller Probleme.

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Der Thüringer AfD-Mann Stefan Möller feiert die Forderungen via Twitter, bekommt aber viel Gegenwind – vor allem ein Rechenfehler fliegt ihm um die Ohren.

AfD-Mann: „Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster“

So schreibt der Sprecher der Thüinger AfD: "Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster: Die Verabschiedungskultur will nicht nur Björn Höcke, sondern die Mehrheit in Thüringen. Aber nur die AfD hat die dafür erforderliche Abschiebungsinitiative 2020 ins Wahlprogranm aufgenommen."

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Die Mehrheit der Thüringer?

Ein Nutzer merkt an: "Dann rechnen Sie mit 50 Prozent bei der nächsten Wahl? Falls nicht, haben Sie sich wohl wieder mal zu weit aus dem Fenster gelehnt ..."

CDU erteilt AfD klare Absage

Tatsächlich steht die AfD in Thüringen laut aktuellen Umfragen bei 24 Prozent der Stimmen – einen Punkt hinter der Linkspartei und drei Prozentpunkte vor der CDU.

Die AfD braucht eigentlich einen Partner, um in der Regierung eine Rolle zu spielen. Björn Höcke hatte seine Partei sogar als Juniorpartner angeboten, falls die CDU für eine Koalition nach der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober bereit wäre.

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Doch die Union hat der AfD eine klare Absage erteilt, auch die konservative Werte-Union, auf die Höcke geschielt haben mag, sprach sich mit deutlichen Worten gegen eine Koalition mit der AfD aus. (pen)