Riesen-Aufregung nach MDR-Sendung: „Die Katze ist aus dem Sack“

CDU-Kandidat Mike Mohring stellte sich im MDR den Fragen der Thüringer. Und stieß nicht bei allen auf Zustimmung.
CDU-Kandidat Mike Mohring stellte sich im MDR den Fragen der Thüringer. Und stieß nicht bei allen auf Zustimmung.
Foto: dpa

Thüringen. Vor der Landtagswahl 2019 in Thüringen, die am 27. Oktober stattfindet, stellen sich die Spitzenkandidaten im MDR den Fragen der Thüringer.

In der jüngsten Sendung nahm der CDU-Kandidat Mike Mohring auf dem Fragenstuhl Platz und sprach über die Ziele der Union, sollte es einen Regierungswechsel geben. Besonders mit einem Vorhaben steht Mohringe jetzt in der Kritik. Auf Twitter fliegen die Fetzen.

Landtagswahl 2019 in Thüringen: CDU in der Kritik

„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“, twittert die Landesvorsitzende der Partei Die Linke Susanne Hennig offensichtlich empört über die Parteiziele der CDU.

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Erster großer Kritikpunkt: die Vermögenssteuer. Besser gesagt: keine Vermögenssteuer, denn Mohring lehnt diese klar ab. Die SPD hatte das Konzept auf den Weg gebracht, nach dem ab einem bestimmten Vermögenswert eine Vermögenssteuer gezahlt werden solle.

Mohring sagte im MDR-Interview dazu, dass die CDU versprochen hatte, keine Steuern zu erhöhen. Die Linke-Politikerin kritisiert nun scharf, dass Vermögende weniger Steuern bezahlen müssten, als die „kleinen Leute“.

Und schon fliegen die Fetzen! „Sie machen sich lächerlich“, antwortet Mohring auf den Tweet Hennigs und die darunter entfachte Diskussion. „Aus dem Sommerinterview unwahres zu behaupten, ist ziemlich infam.“

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MDR-Sommerinterview, jeweils gegen 11 Uhr:

  • 04. August: Wolfgang Tiefensee (SPD)
  • 11. August: Anja Siegesmund (B90/Die Grünen)
  • 16. August: Björn Höcke (AfD)
  • 25. August: Mike Mohring (CDU)
  • 31. August Bodo Ramelow (Die Linke)

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Union will ländlichen Raum stärken: „Nicht beim Schrumpfen zusehen“

Hauptziel der Thüringer CDU sei es, das Land Thüringen wieder zu stärken – besonders auf dem Land. „Wir wollen nicht beim Schrumpfen zusehen in Thüringen“, sagte Mohring gegenüber dem MDR. Konkret heißt das, dass man mehr Menschen nach Thüringen holen wolle.

Zum Beispiel durch eine sogenannte Rückkehrprämie in stolzer Höhe von 5000 Euro. Außerdem soll die Infrastruktur, wie etwa Nahverkehr und ärztliche Versorgung auf dem Land, verbessert werden.

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Aktuellen Umfragen zufolge, liegt die CDU mit 24 Prozent zurzeit knapp hinter der Linken, die mit 26 Prozent derzeit stärkste Partei wäre. Um die rot-rot-grüne Landesregierung ablösen zu können, müsse die Union als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen. Ausführlich berichtete der >>>MDR. (fno)