Thüringen: Doppelmord in Nordhausen – Angeklagter erleidet Panikattacke zu Prozessstart

Der Prozess im Landgericht Mühlhausen konnte am Montag erst mit etwas Verspätung starten.
Der Prozess im Landgericht Mühlhausen konnte am Montag erst mit etwas Verspätung starten.
Foto: dpa

Eigentlich sollte am Montag um 9.30 Uhr der Prozess um den zweifachen Mord an Heiligabend 2018 beginnen. Einem 57-jährigen Nordhäuser (Thüringen) wird vorgeworfen, am 24. Dezember ein 80 und 82 Jahre altes Ehepaar mit mehreren Messerstichen ermordet zu haben.

Doch der Prozess konnte erst mit Verspätung beginnen. Der 57-Jährige aus Nordhausen in Thüringen hatte eine Panikattacke erlitten und war deshalb gesundheitlich nicht in der Lage am Montag ein komplettes Geständnis abzulegen.

Nordhausen in Thüringen: Doppelmord an Heiligabend – Prozess startet mit Verspätung

Verteidiger Marko Siebold kündigte am Montag vor dem Landgericht Mühlhausen an, dass sein Mandant am zweiten Prozesstag ein vollständiges Geständnis ablegen werde.

Der Anklage zufolge, soll es auf dem Grundstück des ermordeten Ehepaars zu einem Streit um die Entlohnung des 57-Jährigen gekommen sein. Er soll dem als Trödelmarktveranstalter bekanntem Paar als Aushilfe zur Hand gegangen sein.

--------------------------

Mehr Themen:

Mit zwei Hunden auf der Rückbank gegen Baum gekracht: Zwei Menschen verletzt

Angreifer werfen Molotow-Cocktails auf Polizisten im Hambacher Forst

Auto kracht gegen Hauswand - Fahrer haut einfach ab

--------------------------

Erwachsene Kinder als Nebenkläger

Der Streit eskalierte, wonach der Nordhäuser erst die Ehefrau und kurz darauf den Mann mit mehreren Messerstichen ermordet haben, um die die erste Tat zu verdecken.

Die Taten soll er bereits im Ermittlungsverfahren zugegeben haben. Im weiteren Prozessverfahren sollen zwei Nachbarn und ein Polizist befragt werden. Die beiden erwachsenen Kinder des Ehepaars treten im Prozess als Nebenkläger auf. (dpa)