Polizei sucht Vermisste – nicht zu fassen, was ein Sachse macht

Tagelang suchte die Polizei die Vermisste. Einem Mann aus Leipzig hat das offenbar gar nicht gepasst. (Symbolbild)
Tagelang suchte die Polizei die Vermisste. Einem Mann aus Leipzig hat das offenbar gar nicht gepasst. (Symbolbild)
Foto: Imago/Zuma Press

Leipzig. Eine Frau schwebte in Lebensgefahr, zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Ein Mann aus Leipzig aber schoss den Vogel ab. Die Polizei kann nicht mehr an sich halten und wird dafür mächtig gefeiert.

Am Samstagabend meldete ein Pflegeheim in Leipzig die 78-Jährige als vermisst.

Sie hat das Gebäude offenbar im Nachtgewand verlassen – aufgrund der kühlen Temperaturen: lebensgefährlich!

Die ganze Nacht suchte die Polizei unterstützt durch einen Mantrailer und einer Rettungshundestaffel nach der Frau – erfolglos. Am nächsten Tag unterstütze ein Polizeihubschrauber die Suche. Und eben das ist einem Anwohner ziemlich sauer aufgestoßen.

Sachse fühlt sich belästigt – Polizei lässt Dampf ab

„Der Hubschrauber nervt“, schrieb der Mann auf Twitter unter den Schlagworten „So geht sächsisch“. Er fühle sich bei seinem sonntäglichen Frühstück gestört und belästigt.

Die Polizei ist fassungslos – und reagiert rigoros.

"SO geht sächsisch!"

„Wenn man keine anderen Sorgen hat, als eine Geräuschbeeinträchtigung, während andere in Sorge um Leib und Leben ihrer Angehörigen sind, dann verkennt man scheinbar die Realität“, schreibt die Polizei Sachsen auf Facebook und stellt klar: „So geht sächsisch: Wir suchen, wenn nötig, auch nächtelang nach vermissten Personen und setzen dabei auch unsere Hubschrauber ein“.

Polizei-Post wird im Netz gefeiert

Die Kommentare auf Facebook überschlagen sich. „Danke für euren Einsatz“, schreiben die meisten. „Wo sind wir nur gelandet?! Sehr sehr traurig“, „Wehe solche, die sich beschweren, brauchen selber Hilfe!“ heißt es an anderer Stelle .Über 500 Mal wurde der Beitrag innerhalb eines Tages kommentiert und gefeiert.

Sicher aber auch, weil die Suche noch weiterging...

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Von Vermisster fehlte noch jede Spur

Am Nachmittag unterstützte ein weiterer Hubschrauber der Bundespolizei die Kollegen. Jedoch wieder ohne Erfolg.

Erst am Montagmorgen gegen 8 Uhr kam die erlösende Nachricht: Die 78-Jährige wurde auf der B2 zwischen den Anschlussstellen Markkleeberg und der A38 mit einem Blumenstrauß in der Hand gefunden.

Sie war leicht unterkühlt und hat einige Kratzer abbekommen. Sonst war sie jedoch wohlauf und wurde in ihr Pflegeheim zurückgebracht.

Zuvor hatte die Thüringer Allgemeine über den Fall berichtet. (aj)