Eisenach: Neonazi-„Volkshaus“ mit Farbe bombardiert – darum ist die Attacke besonders bitter

Unter der Woche ist das „Flieder Volkshaus“, die Zentrale der NPD in Eisenach, Opfer einer Farb-Attacke geworden.
Unter der Woche ist das „Flieder Volkshaus“, die Zentrale der NPD in Eisenach, Opfer einer Farb-Attacke geworden.
Foto: Privat

Eisenach. In der Nacht zu Mittwoch ist das „Flieder Volkshaus“ an der Katharinenstraße in Eisenach mit Farbe bombardiert worden. Fassade, Bürgersteig und ein vor dem Gebäude geparktes Auto sind in Mitleidenschaft gezogen worden.

Auch die Hauswand eines benachbarten Gebäudes ist durch die bunte Farbe besudelt worden. Die Kriminalpolizei Gotha hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zur genauen Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Eisenach: NPD plant fünfjähriges Bestehen der Zentrale

Das „Flieder Volkshaus“ dient der rechtsradikalen NPD als Parteizentrale in Eisenach. Für Samstag plant die NPD das fünfjährige Bestehen der Parteizentrale.

Trotz des Farb-Angriffs sollen die Feierlichkeiten wie geplant stattfinden, teilt NPD-Mitglied Patrick Wieschke via Facebook mit. Dennoch dürften die Neonazis wenig Freude beim Anblick des beschmierten Gebäudes haben.

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NPD-Mitglied bereits im Fokus der Behörden

Wieschke gilt als Jahren als einer der führenden Köpfe der NPD in Westthüringen. Zwischen 2012 und 2015 war er Landesvorsitzender der NPD in Thüringen. In diesem Amt trat er als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen 2014 an.

Erst als Ermittlungen wegen Misshandlung seiner Mutter und der Schwester sowie der Missbrauchvorwurf gegen einen 12-Jährigen öffentlich wurden, legte er seine Bundesämter nieder. Er blieb dennoch weiterhin Landesvorsitzender der NPD. (red)