Tagesschau berichtet über Stadt in Thüringen und zeichnet ein vernichtendes Bild

Die Tagesschau warf am Donnerstag einen Blick nach Altenburg in Thüringen.
Die Tagesschau warf am Donnerstag einen Blick nach Altenburg in Thüringen.
Foto: Das Erste

Altenburg ist keine große Aufmerksamkeit gewohnt. 32.000 Menschen leben in der Kleinstadt in Thüringen. Überregional hat die Stadt Bekanntheit erlangt, weil hier das Skat-Spiel erfunden wurde.

Am Donnerstag warf die Tagesschau jedoch einen Blick nach Altenburg. Der Grund ist aber weniger erfreulich.

Die Tagesschau wollte zum Tag der Deutschen Einheit unterschiedliche Lebensverhältnisse zeigen, die auch nach fast 30 Jahren Wende noch nicht angepasst wurden. Als Beispiel diente Altenburg.

Tagesschau wirft Blick nach Thüringen – Frust in Altenburg

Die Stadt leidet unter Abwanderung, klagt Altenburger Christian Wunderlich. Und: „Viele leben vom 1. bis zum Monatsende, keine große Sparquote. Keine großen Urlaube selbst von der arbeitenden Bevölkerung. Das schafft über Dauer Frust“

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„Hier laufen nur noch Rentner rum“, meint Udo Stiller.

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Dramatischer Bevölkerungsverlust

Der Tenor der befragten Altenburger: Früher war alles besser. Keiner will hierbleiben – vor allem nicht die Industrie. 52.000 lebten zur Wendezeit in der Stadt, heute sind es 20.000 weniger.

„Die Hilflosigkeit, mit der der Strukturwandel hier erlebt wird, schafft Frust.“, heißt es im Bericht. Davon profitierte vor allem eine: Bei der Europawahl holte die AfD in Altenburg 27 Prozent.

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Trotzdem wachse in Altenburg auch ein neues Selbstbewusstsein. (jg)