Landtagswahl Thüringen: Björn Höcke (AfD) sorgt mit diesem Bild für Aufregung

Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke.
Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke.
Foto: dpa

Björn Höcke hat den Tag der deutschen Einheit in Mödlareuth verbracht. Statt die vor drei Jahrzehnten erreichte Wiedervereinigung Deutschlands zu feiern, bezeichnete er bei einer Rede die Bundesrepublik Deutschland als „demokratisch verfassten Gesinnungsstaat“.

Mit seiner Rede sorgte er für Ärger. Viele Twitter-Nutzer kommentierten Bilder des Auftritts, die Björn Höcke postete, entsprechend.

Björn Höcke mit Fahne in der Hand

Auf dem Bild ist er selbst mit Deutschlandfahne in der Hand zu sehen. Im Publikum schwenkt jemand die sogenannte Wirmer-Flagge: Ein schwarzes, gelb umrahmtes Kreuz auf rotem Grund. Ursprünglich war sie als Symbol der Widerstandskämpfer im Dritten Reich entworfen worden.

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Umfrage vor Landtagswahl in Thüringen:

  • Linke: 29%
  • AfD: 24%
  • CDU: 23%
  • SPD: 9%
  • Grüne: 9%
  • FDP: 4%

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Seit Jahrzehnten wird sie von rechtsextremen Gruppen missbraucht und ist ein Erkennungszeichen in der Szene. Unter anderem in der Reichsbürgerszene ist die Flagge beliebt, die Rechtsextremisten Horst Mahler und Uwe Meenen erklärten Sie zur möglichen Nationalflagge eines „Vierten Reiches“.

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AfD-Mann Björn Höcke: Eine „neue DDR“ sei Deutschland „noch“ nicht

Unter dem Bild sammeln sich Kommentare wie diese:

  • „Könnte der Faschist bitte aufhören die Flagge zu schänden.“
  • „Eine Schande, dass ein Faschist wie Sie sich mit der deutschen Fahne zeigt.“

Björn Höcke sagte in seiner Rede auch: Eine „neue DDR“ sei die Bundesrepublik im Jahr 2019 noch nicht.

„Trotz der eingeleiteten Bargeldabschaffung (...), trotz der herrschenden politischen Korrektheit, trotz der teilweise politischen Justiz, trotz der Internetzensur, trotz eines missbrauchten Inlandsgeheimdienstes, trotz halbstaatlichem Antifa-Terror ist die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2019 noch keine neue DDR, die ein reiner Totalitarismus war“, sagte Höcke, der auch Spitzenkandidat der AfD bei der Thüringer Landtagswahl am 27. Oktober ist. „Ich möchte sie als einen demokratisch verfassten Gesinnungsstaat bezeichnen.“

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Höcke ist Gründer des rechtsextremen „Flügels“, der ebenso wie die AfD-Jugend Junge Alternative (JA) vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft wird. (pen, dpa)