Landtagswahl Thüringen: Björn Höcke sagt Interview ab - so reagiert die „Thüringer Allgemeine“

Die "Thüringer Allgemeine" (TA) erschien am Montag mit Weißraum - weil Björn Höcke ein Interview abgesagt hatte.
Die "Thüringer Allgemeine" (TA) erschien am Montag mit Weißraum - weil Björn Höcke ein Interview abgesagt hatte.
Foto: Anna Jank

Thüringen. Nur wenige Wochen noch bis zur Landtagswahl in Thüringen und AfD-Mann Björn Höcke will sich in der Presse nicht äußern. Auch ein Interview mit der „Thüringer Allgemeine“ wurde kurzfristig abgesagt.

Landtagswahl in Thüringen: Björn Höcke (AfD) gibt Presse einen Korb

Zunächst hatte Björn Höcke ein Interview mit dem Sender MDR Aktuell über die Landtagswahl in Thüringen abgesagt. Statt eines Gesprächs mit dem Spitzenkandidaten wurde am Sonntag dann ein Interview mit dem AfD-Landessprecher Stefan Möller gesendet.

Möller begründete die Absage unter anderem mit einem angeblich „unsäglichen Interview“, das es vor einigen Wochen mit Höcke gegeben habe. Und das sollte noch Konsequenzen haben.

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„Wir haben festgestellt, dass sich solche Situationen relativ stark häufen“, sagte Möller in dem Gespräch am Sonntag. Mitte September hatte das ZDF ein Interview mit Höcke ausgestrahlt und im Internet veröffentlicht, das mit einem Abbruch des Gesprächs endete. Höcke sagte damals unter anderem: „Wir beenden das Interview.(...) Dann ist klar, dass es mit mir kein Interview mehr für Sie geben wird.“

Ein Sprecher des Thüringer AfD-Landesverbandes sagte am Montag, man habe in der Vergangenheit „schlechte Erfahrungen“ gemacht. Als Beispiel nannte er auch das ZDF-Interview. „Keiner ist gezwungen, Interviews zu geben“, sagte der Sprecher.

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Björn Höcke (AfD) sagt Interviews ab: So reagiert die "Thüringer Allgemeine"

Als Reaktion auf ein abgesagtes Interview kurz vor der Landtagswahl in Thüringen mit Björn Höcke hat die „Thüringer Allgemeine“ am Montag nun eine teils weiße Seite veröffentlicht.

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„Der bereits fest geplante Termin für das Gespräch und die Aufzeichnung eines Podcasts wurden ohne Begründung per E-Mail abgesagt“, schreibt die Zeitung (Montag) in einem Text inmitten der weißen Fläche.

Das Blatt ließ den Raum frei, auf dem das Interview hätte erscheinen sollen – ganz im Sinne: Keine Antwort ist auch eine Antwort. In den vergangenen Wochen hatte die Zeitung bereits Interviews mit Spitzenkandidaten anderer Parteien gedruckt – und das Gespräch jeweils ungeschnitten als Podcast ins Internet gestellt.

Björn Höcke (AfD): Keine Interviews vor Landtagswahl in Thüringen

Der Zeitung sei von einem Sprecher mitgeteilt worden, dass Höcke entschieden habe, bis zur Landtagswahl am 27. Oktober grundsätzlich keine Interviews mehr zu geben, hieß es in der Montagsausgabe der Zeitung.

„Da wir allen Parteien und Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien plus der FDP den gleichen Platz für Interviews und die gleiche Aufmerksamkeit einräumen, bleibt der für Björn Höcke eingeplante Raum leer“, schrieb Chefredakteur Jan Hollitzer. (dpa, aj)