Halle/Saale: Polizei Thüringen überwacht intensiv diese Orte

In Halle/Saale sind zwei Menschen durch Schüsse getötet worden. Auch die Polizei Thüringen war verstärkt im Einsatz.
In Halle/Saale sind zwei Menschen durch Schüsse getötet worden. Auch die Polizei Thüringen war verstärkt im Einsatz.
Foto: dpa

Halle/Saale/Thüringen. In Halle an der Saale sind am Mittwoch mehrere Menschen durch Schüsse getötet worden. Der Schütze war auf der Flucht, ein Tatverdächtiger ist mittlerweile festgenommen. Auch die Polizei in Thüringen war verstärkt im Einsatz und warnte gleichzeitig eindringlich die Bevölkerung.

Halle/Saale: Tote nach Schüssen – Polizei Thüringen unterstützte Fahndung

Die Thüringer Polizei unterstützte die Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Täter. Insbesondere Verkehrswege aus Richtung Halle nach Thüringen und Orte in der Nähe der Landesgrenze wurden verstärkt überwacht, hieß es von den Beamten.

>>> Hier lest ihr alle Informationen im Live-Blog über die Geschehnisse in Halle/Saale <<<

Die Landespolizeiinspektionen und die Autobahnpolizei sollten ihre Maßnahmen in eigener Zuständigkeit verstärkt haben.

Jüdische Objekte in Thüringen unter besonderer Überwachung

Insbesondere würden jüdische Objekte intensiv bewacht, schrieb die Polizei Thüringen. In Halle lag ein Tatort etwa in der Nähe einer Synagoge, wo die jüdische Gemeinde zuvor ihren höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert hatte.

Die Thüringer Polizei hatte außerdem vor Spekulationen im Internet gewarnt. „Wir bitte euch, Spekulationen in Netz zu unterlassen. Alle Hinweise direkt an die 110“, twitterte die Thüringer Polizei am Mittwoch. Zudem forderte sie dazu auf, in Halle die Ansagen der Polizei zu beachten.

Für Thüringen habe nach Informationen zu dem Zeitpunkt keine konkrete Gefahr bestanden, beruhigte die Polizei.

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Tödliche Schüssen in Halle - Infos in Kürze:

  • In Halle fielen gegen Mittag Schüsse
  • Ein vermummter Mann soll mit Maschinenpistole geschossen haben
  • Zwei Menschen starben
  • Ein Tatort liegt nahe einer Synagoge
  • Ein zweiter Tatort ist an einem Dönerimbiss
  • Ein Mann wurde festgenommen
  • In Landsberg nahe Halle fielen weitere Schüsse

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Polizei warnte Anwohner! Täter auf der Flucht

Neben den Schüssen in Halle wurde auch im rund 15 Kilometer entfernten Landsberg (Saalekreis) vor Schusswaffengebrauch gewarnt. Menschen sollten zunächst Gebäude und Wohnungen nicht verlassen, hieß es in der offiziellen Information.

Einsatz in Halle legt Bahnverkehr in Thüringen lahm

Die Sperrung des Bahnhofs in Halle hatte Auswirkungen auf den Zugverkehr auch in Thüringen. Auf der ICE-Strecke zwischen München und Berlin über Erfurt sei es zu Verspätungen gekommen, weil Züge über Leipzig umgeleitet werden mussten, sagte eine Bahnsprecherin.

Auch die Strecke Jena-Göschwitz-Leipzig/Halle war mehrere Stunden lang betroffen. Züge pendelten nur noch zwischen Jena-Göschwitz und Merseburg. Später am Abend konnten Züge den Bahnhof Halle wieder anfahren.

So reagieren Thüringens Politiker auf die tödlichen Schüsse in Halle

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erklärte auf Twitter, „wir trauern um die Toten und fühlen mit den Angehörigen und Freunden“. Ähnlich äußerte sich der Fraktionschef der Grünen, Dirk Adams. „Die Taten sind schrecklich und machen fassungslos“, so Adams.

AfD-Chef Björn Höcke twitterte, „meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer dieses völlig wahnhaften Verbrechens. Was sind das nur für Menschen, die anderen Menschen so etwas antun?!“ (aj, pen, dpa)