Rechtsextreme in Thüringen festgenommen – sie drohten mit Sprengstoffanschlägen

Die Polizei hat in Thüringen und drei weiteren Bundesländern die Wohnungen von Rechtsextremen durchsucht. (Symbolbild)
Die Polizei hat in Thüringen und drei weiteren Bundesländern die Wohnungen von Rechtsextremen durchsucht. (Symbolbild)
Foto: dpa

Thüringen. Die Polizei hat mehrere Rechstextreme in vier Bundesländern vorläufig festgenommen – auch in Thüringen. Sie sollen per E-Mail mit Sprengstoffanschlägen gedroht haben. Insgesamt 120 Polizeibeamte waren im Einsatz, das SEK unterstützte die Durchsuchungen.

Thüringen: Rechtsextreme drohen mit Sprengstoffanschlägen

23 Drohschreiben waren den Ermittlern zufolge vom 8. bis 23. Juli bundesweit per E-Mail versandt worden. Sie gingen an Ankerzentren für Flüchtlinge, islamische Zentren, Moscheen, Parteizentralen und Presse- und Medienagenturen. Darin soll unter anderem mit Sprengstoffanschlägen gedroht worden sein.

Unterzeichnet waren sie mit „Volksfront“, „Combat 18“ oder „Blood and Honour „trotz Verbot sind wir nicht tot“ – alles rechtsextreme Organisationen. Jetzt schlugen die Ermittler auch in Thüringen zu.

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Durchsuchungen in vier Bundesländern – sechs Verdächtige festgenommen

Die Gebäude von sieben Beschuldigten aus dem rechtsextremen Milieu in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden durchsucht. Sechs der Personen seien vorläufig festgenommen worden, gab Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München bekannt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seien sie wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der siebte Verdächtige sei zunächst nicht angetroffen worden.

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Keine Hinweise auf Zusammenhang mit Halle

Hinweise auf einen Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Halle am Mittwochnachmittag gab es nicht. Man habe keinerlei solche Hinweise, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes. In Halle an der Saale hatte ein Mann am Mittwoch zwei Menschen vor einer Synagoge erschossen. Die Polizei hat den Verdächtigen Stephan Balliet festgenommen, er gilt als rechtsextrem. (dpa)