Thüringen: Bauer will nur die Kühe auf Weide lassen – jetzt hat er mächtig Ärger

In Thüringen hat ein Bauer gerade mächtig Ärger. Seine Tiere haben immer wieder eine Grenze überschritten.
In Thüringen hat ein Bauer gerade mächtig Ärger. Seine Tiere haben immer wieder eine Grenze überschritten.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa, Google, Geobasis-BKG

Hildburghausen. Das klingt schon makaber! Ein Bauer aus Thüringen wurde dazu verdonnert, sein eigenes Land zu teilen: mit Elektrozaun – auf dem ehemaligen Todesstreifen. Der Grund? Seine Tiere haben immer wieder eine Grenze überschritten.

Wie die Bild berichtete, besitzt Bauer Dietmar Koch im Landkreis Hildburghausen eine etwa 70 Hektar große Weide. Sie reicht über die Grenze von Thüringen zu Bayern hinaus. Die Tiere haben also beim Grasen immer mal wieder Thüringen verlassen und in Bayern munter weitergefuttert.

Kühe aus Thüringen dürfen nicht mehr in Bayern grasen

Das haben Behörden laut Bild jetzt verboten. Wegen unterschiedlicher Tierseuche-Vorschriften, heißt es im Bericht.

Seine Kuhherde hat Bauer Koch in Thüringen gemeldet. Das sei notwendig, damit etwa Zuständigkeiten der Länder oder des Veterinäramtes geklärt sind und die Betriebsnummern auch übereinstimmen.

Bauer müsste Kühe jedes Mal ummelden

Jetzt müsse der Thüringer Bauer seine Kühe jedes einzelne Mal ummelden, wenn sie die Grenze nach Bayern überqueren, so die Zeitung weiter. Sonst drohen Geldstrafen.

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Bauer aus Thüringen soll Land pflegen – doch jetzt wird es kompliziert

Besonders ärgerlich: Koch bekommt jährlich für die Landschaftspflege im Naturschutzprojekt Grünes Band Zuschüsse von 310 Euro pro Hektar. Sollte eine der beiden Wiesen – in Bayern oder Thüringen – nun also zuwuchern, weil die Tiere nicht mehr hingelangen, dann zählt das unter Vertragsbruch. Und das wird richtig teuer.

Bereits der Weide-Aufbau habe den Bauern vier Jahre gekostet. Weil schon dort die beiden Freistaaten auf getrennte Ausschreibungen bestanden haben sollen. So musste auch für den Elekto-Zaun zwei verschiedene Firmen vorstellig werden.

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Veterinäramt Hildburghausen: Nicht über Zuständigkeit hinaus

Gegenüber der Bild hat sich das Veterinäramt Hildburghausen verteidigt: : „Hier stehen länderübergreifende und förderrechtliche Bestimmungen im Vordergrund. Wir können nicht über die Zuständigkeit hinaus agieren“, zitiert die Zeitung das Amt.