AfD: Björn Höcke spricht über Landolf Ladig – DAS hat jetzt Folgen

Seit Jahren wird spekuliert: Ist Björn Höcke Landolf Ladig?
Seit Jahren wird spekuliert: Ist Björn Höcke Landolf Ladig?
Foto: Zentrum für politische Schönheit

AfD-Landeschef Björn Höcke – seit Jahren kursieren um ihn Gerüchte, dass er unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ in NPD-Zeitschriften Artikel verfasse. Vor laufender Kamera reagierte Höcke im MDR auf den langgehegten Verdacht. Jetzt muss er mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Ist Björn Höcke Landolf Ladig?

Bisher hat Björn Höcke die Vorwürfe immer vehement bestritten. So auch im MDR-Sommerinterview. Da gab er zwar keine konkrete Antwort, jedoch teilte er einen folgenreichen Seitenhieb aus.

Gegenüber dem MDR empfahl er, sich an die Junge Gemeinde in Jena zu wenden. „Ich habe also aus zuverlässiger Quelle gehört, dass dort der Geburtsort von Landolf Ladig ist“, sagte Höcke in dem Interview im August.

+++AfD-Gutachten: Björn Höcke schrieb als Landolf Ladig für die NPD+++

Nicht also der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, soll als "Landolf Ladig" für neonazistische Publikationen geschrieben haben, sondern die evangelische Junge Gemeinde (JG) Stadtmitte in Jena. Diese Behauptung soll jetzt aber Folgen haben.

Das ist Björn Höcke:

  • Sprecher der AfD-Thüringen
  • seit der 2014 Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag
  • Mitbegründer der rechtsradikalen AfD-Strömung „Der Flügel“
  • im Lünen, Nordrhein-Westfalen, geboren

Junge Gemeinde Jena verklagt Björn Höcke

Wie der MDR berichtete, will die Junge Gemeinde (JG) Stadtmitte gegen diese Unterstellung mit einer Unterlassungsklage vorgehen. Und daneben schürt sich bei den Mitgliedern der JG auch noch eine andere Hoffnung.

Die Entscheidung über die Klage sei bereits im September gefallen. Doch da gab es noch eine finanzielle Hürde zu überwinden. Um die Prozessrisiken finanziell abzusichern, hat die JG zu Spenden aufgerufen. Innerhalb weniger Tage kamen so bereits über 5.000 Euro zusammen – der Klage stünde damit nichts mehr im Wege.

----------------

Mehr Themen aus Thüringen

----------------

Hoffnung auf Entlarvung von Landolf Ladig

Und neben Unterlassung hoffen die Kläger vor allem auf eines: Dass Björn Höcke jetzt endlich Farbe bekennen muss. Denn bisher ist der AfD-Politiker jeglicher juristischen Auseinandersetzung mit „Landolf Ladig“ aus dem Wege gegangen. Selbst einer eidesstattlichen Versicherung, zu der er von Parteikollegen immer wieder gedrängt wurde, kam bisher nie zu stande. (aj)