Thüringen: „Ehren-Omi“ wehrt sich gegen Hakenkreuze und Justiz! „Jetzt erst recht!“

Sie wehrt sich gegen Hakenkreuze, Hass und jetzt auch die Justiz. In Thüringen wurde sie jüngst verurteilt. Dagegen will die 73-Jährige nun vorgehen und findet prominente Unterstützung. (Archivbild)
Sie wehrt sich gegen Hakenkreuze, Hass und jetzt auch die Justiz. In Thüringen wurde sie jüngst verurteilt. Dagegen will die 73-Jährige nun vorgehen und findet prominente Unterstützung. (Archivbild)
Foto: Imago Images/Christian Mang, Screenshot Political Beauty auf Instagram

Thüringen. Sie bricht regelmäßig das Gesetz – und wird von vielen dafür gefeiert. In Thüringen zeigte die Justiz aber kein Erbarmen mit der 73 Jahre alten Frau. Irmela Mensah-Schramm wurde verurteilt. Sie entgegnet dem mit einer klare Ansage und findet sogar überraschende Unterstützung.

„Ehren-Omi“, „Superhero-Granny“, „Ich würde ihr die Augen küssen“ – so ein Gros der Kommentare, die sich zu Irmela Mensah Schramm in den sozialen Medien finden. Andererseits finden sich aber auch solche, die das Urteil gegen Irmela gerechtfertigt finden. „Vandalismus bleibt Vandalismus“, „Vielleicht versuchst du mal für die Gesellschaft zu arbeiten, anstatt deine erbärmliche Moral über das Gesetz zu stellen“, heißt es etwa von anderen Usern.

Rentnerin übermalt Nazi-Schmierereien in Eisenach

Seit über 30 Jahren übersprüht die rüstige Rentnerin rechte Parolen und Nazi-Symbole, verfremdet Hakenkreuze und malt Herzen über Hass – dafür ist sie deutschlandweit bekannt. In Eisenach hat sie nun auch zugeschlagen und aus einem „NS-Zone“-Graffiti kurzerhand eine „Herz-Zone“ gepinselt. Dafür wurde sie in Thüringen jetzt verurteilt. Zu einer Geldstrafe von 1050 Euro.

+++Thüringen: Rentnerin übermalt Nazi-Schmierereien – und muss vor Gericht+++

Doch das wollen weder die Dame selbst noch ihre Gleichgesinnten auf sich sitzen lassen. Auf Instagram landete ein Schreiben.

Aktivisten-Oma findet prominente Unterstützung

„Wenn Botschaften wie 'Juden ab ab in den Ofen', ‚Schweine Juden', ‚Ausländer in die Gaskammer' monatelang im öffentlichen Raum geduldet werden, zögere ich nicht und überspraye sie“, schreibt die 73-Jährige in einer aktuellen Erklärung. „Jetzt erst recht!“

Das Schreiben ist auf Instagram gelandet. Denn hier haben sich jetzt aus Thüringen nicht weniger bekannte Aktivisten zu Wort gemeldet: Das Zentrum für politische Schönheit (ZPS).

---------------

Mehr aus Thüringen:

---------------´

ZPS will Bußgeld übernehmen

Mit dem Errichten eines Holocaust-Mahnmals neben Björn Höckes Wohnhaus in Bornhagen gelangten sie in die internationale Presse und sorgen mit ihren Aktionen seither immer wieder für Schlagzeilen. Das Kollektiv hat der 73-Jährigen Aktivistin ihre Unterstützung angeboten. „Wir werden das Bußgeld übernehmen!“, verspricht das ZPS auf Instagram.