Thüringen: Familie ohne fließendes Wasser – Stadt hat keine gute Nachricht

Seit sage und schreibe einem Jahr hat eine Famiilie aus Thüringen kein fließendes Wasser mehr zur Verfügung – und das soll sich offenbar so schnell nicht ändern. (Symbolbilid)
Seit sage und schreibe einem Jahr hat eine Famiilie aus Thüringen kein fließendes Wasser mehr zur Verfügung – und das soll sich offenbar so schnell nicht ändern. (Symbolbilid)
Foto: Oliver Berg/dpa

Eichsfeld. Kein Trinkwasser aus dem Wasserhahn, keine Dusche, keine Wäsche waschen. Seit über einem Jahr lebt eine Familie in Thüringen ohne fließendes Wasser! Das Grundstück ist nicht an die öffentliche Wasserleitung angeschlossen – und eine fünfköpfige Familie damit vom normalen Alltag abgekoppelt.

Thüringen: Monatelang kein fließendes Wasser – Familie verzweifelt

Die Familie aus Thüringen ist verzweifelt. Seit August letzten Jahres kommt aus den Wasserhähnen in ihrem Haus in Großbodungen im Eichsfeld kein Tropfen Wasser mehr, berichtet die Thüringer Allgemeine Zeitung.

Bis August 2018 hatte die Familie einen Brunnen auf ihrem Grundstück, über den die Wasserversorgung im Haus gesichert war. Die vorherigen Besitzer wollten keinen anderen Wasseranschluss. Doch der Brunnen musste stillgelegt werden, das Gesundheitsamt hat offenbar Verunreinigungen in Proben festgestellt – und damit begannen die großen Probleme.

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Familie ohne Wasser – Feuerwehr hilft

„Zugesagt war, dass wir im Oktober dieses Jahres endlich an das öffentliche Trinkwassersystem angeschlossen werden, doch daraus wird nichts“, berichtet die Mutter gegenüber der Thüringer Allgemeinen.

Stattdessen ist für sie seit einiger Zeit Eimer schleppen angesagt. Einmal im Monat bringt die Feuerwehr 3000 bis 4000 Liter Wasser zum Grundstück der Familie, das sie in Wassertanks in der Garage lagern. Von dort schleppt die Mutter jeden Tag die Eimer Wasser ins Haus – zum Waschen, Putzen und die Toilettenspülung.

Die Gemeinde, das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Region Nord, und der Zweckverband sind nun dabei und bereiten ein Gemeinschaftsprojekt vor, das auch den Wasserleitungsbau zum Grundstück einschließt. Das wird aber frühestens 2020 passieren. Ausführlich berichtet die Thüringer Allgemeine.