Landtagswahl in Thüringen 2019: Robert Habeck über „Fridays for Future“: „Die Bewegung ist am Ende, wenn ...“

Robert Habeck beim Wahlkampf vor der Thüringen-Wahl in Erfurt.
Robert Habeck beim Wahlkampf vor der Thüringen-Wahl in Erfurt.
Foto: Peter Sieben

Erfurt. Der Wahlkampf geht in den Endspurt. Am Freitag warb Grünen-Chef Robert Habeck vor der Landtagswahl in Thüringen 2019 noch einmal für seine Partei.

In seinem Wahlkampfauftritt am Anger in Erfurt ging es auch um die „Fridays For Future“-Bewegung. Habeck machte klar, dass eine zu sehr zur Schau getragene Solidarität mit den Klimaaktivisten nicht in seinem Sinne sei.

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Landtagswahl_in_Thuringen_Das soll sich ändern
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Landtagswahl in Thüringen 2019: Grünen-Chef Robert Habeck spricht über „Fridays for Future“

„Das ist das Ende dieser bürgerlichen Bewegung, wenn sich die Parteien da jetzt gerade im Wahlkampf anbiedern.“ Die Bewegung müsse unabhängig von der Parteienpolitik existieren. „Wenn jemand aus der Bewegung aktiv in einer Partei Politik machen möchte oder ein Mandat anstrebt, ist das ja in Ordnung. Aber die Parteien sollten sich da einfach nicht anbiedern.“

Habeck betonte außerdem, dass die Grünen inhaltlich das Gegenteil von der AfD seien: „Die wollen Spaltung, das wollen wir nicht.“ Dafür gab es Applaus.

Erst wenige Stunden vor Habecks Auftritt hatte es Ärger zwischen „Fridays for Future“- Aktivisten und Mitgliedern der Partei MLPD gegeben.

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Das ist „Fridays for Future“

  • globale soziale Bewegung ausgehend von Schülern und Studenten
  • setzt sich für Klimaschutz-Maßnahmen ein
  • Initiatorin ist die Schwedin Greta Thunberg
  • Schüler weltweit gehen freitags meist während der Schulzeit auf die Straßen und protestieren

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„Fridays For Future“: „Das wollen wir nicht“

Die Klimaaktivisten hatten ihre letzte freitägliche Aktion vor der Landtagswahl in Thüringen gestartet. Daneben standen MLPD-Mitglieder, die ihre Fahnen schwenkten. Ein Sprecher der „Fridays For Future“-Bewegung machte klar: Das ist nicht erwünscht. In Richtung der Parteimitglieder sagte er über sein Mikrophon: „So kurz vor der Landtagswahl möchten wir nicht, dass hier parteipolitisch Werbung gemacht wird und würden darum bitten, die Fahnen einzupacken.“

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Umfrage Landtagswahl Thüringen

  • CDU: 26%
  • SPD: 9%
  • Grüne: 7%
  • FDP: 5%
  • Linke: 28%
  • AfD: 21%

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Die MLPD-Leute hielten sich nicht dran, schwenkten weiter ihre Fahnen und Plakate. Das sorgte immer wieder für Diskussionen am Rande der Veranstaltung, bevor die Klimaaktivisten dann in Richtung Landtag abzogen.

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Ein „Fridays For Future“-Sprecher erklärte gegenüber THÜRINGEN24: „Die MLPD versucht immer wieder, unsere Sache für ihren Wahlkampf zu nutzen. Wir wollen das nicht.“