30 Jahre nach dem Mauerfall: DDR-Nostalgie – diese Klassiker kehren zurück!

Vor 30 Jahren fiel die Mauer zwischen West- und Ost-Deutschland. Ein Unternehmen bringt einen Teil der DDR-Kultur zurück. (Symbolbild)
Vor 30 Jahren fiel die Mauer zwischen West- und Ost-Deutschland. Ein Unternehmen bringt einen Teil der DDR-Kultur zurück. (Symbolbild)
Foto: dpa

Vor 30 Jahren wurde die Mauer in Berlin geöffnet – der Weg zur Deutschen Einheit zwischen der Bundesrepublik und der DDR war somit geebnet.

In Thüringen, das 1949 bis 1990 zur DDR gehörte, entwickelte sich eine andere Kultur als in den Ländern der Bundesrepublik. Ein Unternehmen will zumindest einen Teil dieser Kultur von damals zurück in die Wohnzimmer bringen.

Nach dem Mauerfall: DDR-Klassiker zurück in Thüringen

Der Geschäftsmann Ralf Viehweg hat vor drei Jahren in der Erzgebirgsstadt Annaberg-Buchholz das Unternehmen Spika GmbH gegründet. Und damit eine DDR-Nostalgie zurück in die Häuser in Ostdeutschland geholt.

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Denn Spika steht für Spielewerk Karl-Marx-Stadt. Und das Unternehmen stellt Brettspiele her, die in der DDR Klassiker waren, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ). Spika war einst der größte Brettspielhersteller der DDR, 1993 wurde die Chemnitzer Firma jedoch aufgelöst.

DDR-Spiele neu auf dem Markt

Spiele wie „Im Märchenwald“ und „Wir sammeln Pilze“ werden nun als Replik neu aufgelegt. Dabei werde vor allem auf die detailgetreue Gestaltung der Spielfiguren geachtet. Im Spiel „Im Märchenwald“ zum Beispiel erkennt man die Figuren an einem großen, spitzen Hut, einem Kegelkörper und dürren Beinen.

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Dafür ist eine Firma aus Thüringen zuständig!

Die Spielfiguren fertigt die Firma Eitech im Eichsfeld an. Die Firma ist eigentlich für ihre Metallbaukästen bekannt und außerdem einer der wenigen ostdeutschen Spielzeughersteller, die nach der Wende am Markt bestanden haben, so die MZ.

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Der Mauerfall:

  • In der Nacht von Donnerstag, 9. November 1989, auf Freitag wurde die Mauer in Berlin geöffnet
  • 28 Jahre lang, von 1961 bis 1989, hatte die Mauer Ost- und West-Deutschland getrennt
  • Mindestens 327 Menschen verloren bei dem Versuch, die innerdeutsche Grenze zu überwinden, ihr Leben. Die Dunkelziffer ist weitaus höher.
  • Zur Öffnung der Mauer führten unter anderem Massenkundgebungen in der Wendezeit, Forderungen nach Reisefreiheit, anhaltende Flucht großer Bevölkerungsteile der DDR in die Bundesrepublik Deutschland
  • Eine Pressekonferenz des SED-Chef Ost Berlins, Günter Schabowski, die live im Fernsehen und im Radio übertragen wurde, gilt als „Auslöser“ für die Maueröffnung
  • Schabowski antwortete auf die Frage, wann die Ausreisefreiheit in Kraft tritt, mit den Worten: „Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich.“
  • 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. In Berlin findet anlässlich des historischen Ereignisses die Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ statt

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Hersteller setzt auf Nostalgie

„Eltern oder Großeltern wollen Kindern die Spiele schenken, die schon sie begeistert haben“, beschreibt der Hersteller gegenüber der MZ die Nostalgie der „DDR-Spiele“.

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Ralf Viehweg hält die Spiele auch keineswegs für veraltet. Sie seien lehrreich und ohne große Anleitung schnell erlernbar. Das zeichne auch heute gute Spiele aus. Ausführlich berichtete die Mitteldeutsche Zeitung. (fno)