Brutale Kita-Frauen in Thüringen? Kindergarten kämpft gegen üble Vorwürfe – „Beiß zu, beiß richtig zu!“

Zwei Erzieherinnen eines Kindergartens in Thüringen werden schwere Vorwürfe gemacht. (Symbolbild)
Zwei Erzieherinnen eines Kindergartens in Thüringen werden schwere Vorwürfe gemacht. (Symbolbild)
Foto: Monika Skolimowska / dpa

Nimritz. Erschütternd, was sich in einem Kindergarten in Thüringen abgespielt haben soll. Eltern erheben schwere Vorwürfe gegen die Kita-Frauen aus dem „Zwergenland“ in Nimritz.

Jetzt beschäftigen sich die Staatswaltschaft Gera und das Verwaltungsgericht mit dem Fall.

Eltern hatten von rabiatem Umgang der Kindergärtnerinnen mit ihren Sprösslingen gesprochen. Unter anderem soll eine Erzieherin aus dem Kindergarten in Nimritz ein Kind dazu aufgefordert haben, ein anderes zu beißen.

Kindergarten in Thüringen: Schwere Vorwürfe gegen Kita-Frauen

Mehrere Eltern beschuldigen Erzieherinnen des Kindergartens in Thüringen, Kinder geschlagen und unter anderem auf den Knien über den Boden geschleift zu haben.

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Zwei Erzieherinnen, denen Kindeswohlgefährdung bei ihrer Arbeit vorgeworfen wird, klagen nun vor dem Verwaltungsgericht Gera zusammen mit der Gemeinde Nimritz (Saale-Orla-Kreis) gegen eine Anordnung des Bildungsministeriums.

Darin wurde der Gemeinde untersagt, die beiden Frauen weiterhin als Erzieherinnen einzusetzen. >> Mehr dazu hier im vollständigen Bericht.

Am Montag hatte der Prozess in Gera begonnen. Auch andere Kolleginnen hatten den Kindergarten schwer beschuldigt.

Rabiate Praktiken? – „Beiß zu, beiß richtig zu!“

Eine Erzieherin schilderte vor Gericht, wie eine Kollegin ein Mädchen von hinten umklammert hätte und ein anderes Kind aufgefordert habe: „Beiß zu, beiß richtig zu!“.

Die Zeugin hatte selbst mehrere Monate in dem Kindergarten gearbeitet. Dieser Vorfall habe aber eine andere Mitarbeiterin betroffen als die beiden, mit deren Fall sich das Verwaltungsgericht befasst.

Nach früheren Zeugenaussagen sollen Kinder im Nimritzer „Zwergenland“ geschlagen, ihnen der Toilettengang verwehrt und ein Kind auf den Knien in den Flur geschleift worden sein.

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Erzieherinnen weisen Schuld von sich

„Wir haben einen ganz normalen Kindergartenalltag, in dem gelobt, gelacht und auch mal geschimpft wird“, sagte eine der beschuldigten Erzieherin in Gera vor Gericht.

Sie sei entsetzt, dass eine Mutter gesagt habe, sie hätte ihre Tochter geschlagen oder dass Kindern auf dem Töpfchen die Hände zusammengebunden worden wären. „Keine von uns Erzieherinnen hat das gemacht.“

Der Prozess soll am 29. November fortgesetzt werden. Dann hofft die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts, die Beweisaufnahme schließen zu können. Ob dann ein Urteil fällt, ist noch unklar. (fno/dpa)