Polizisten-Mangel in Thüringen: Jeder vierte Beamte ist krank!

Die Polizeigewerkschaft in Thüringen fordert mehr Neueinstellungen.
Die Polizeigewerkschaft in Thüringen fordert mehr Neueinstellungen.
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Es war nur ein Randaspekt auf einer Delegiertenkonferenz in Thüringen. Der wiedergewählte Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) beklagte, dass 300 Neueinstellungen jährlich nicht ausreichen würden.

Aktuell überarbeiten sich die Beamten, was auch darin liegt, dass ein Viertel der Belegschaft in Thüringen krank sei.

Polizei in Thüringen: Ein Viertel der Angestellten ist krank

Um die Thüringer Polizei zu stabilisieren fordert der Landesvorsitzende Jürgen Hoffmann jährlich 500 Neueinstellungen, „damit es zumindest in drei Jahren personell nicht mehr abwärts geht“.

Hoffmann verwies darauf, dass nur ein Teil der Polizeianwärter die Ausbildung abschließe und die Dienstellen tatsächlich verstärke, die unter einem hohen Krankenstand und der Pensionierung vieler Beamter litten. Der Krankenstand sei im Jahresschnitt exorbitant hoch, so der Gewerkschafter.

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Landvorsitzender fordert 7650 Bedienstete

Hoffmann verlangte von der Landesregierung, eine konkrete Personalvorgabe für die Polizei zu beschließen und in die entsprechenden Gesetze zu übernehmen. Dabei müsste es um einen Bestand von insgesamt 7650 Bediensteten gehen, darunter 6300 Polizeivollzugsbeamte sowie Verwaltungsbeamte und -angestellte.

Hoffmann war auf der Landesdelegiertenkonferenz nach Gewerkschaftsangaben am Freitag einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden. Er leitet die Gewerkschaft bereits seit längerer Zeit. (dpa)