Thüringen: Razzia in Eisenach – Mann soll zu gefährlicher neuer Terrorgruppe gehören

Das Bundeskriminalamt hat offenbar die Wohnung eines Mannes in Eisenach durchsucht. Er soll zu einer gefährlichen Neonazi-Terrorgruppe gehören. (Symbolbild)
Das Bundeskriminalamt hat offenbar die Wohnung eines Mannes in Eisenach durchsucht. Er soll zu einer gefährlichen Neonazi-Terrorgruppe gehören. (Symbolbild)
Foto: imago images / Benjamin Horn

Eisenach. Durchsuchung in Thüringen! Wie die „Tagesschau“ nach Informationen von „WDR“ und „NDR“ berichtet, hat das Bundeskriminalamt die Wohnung eines Mannes in Eisenach durchsucht.

Der Bewohner soll zu einer gefährlichen und erst jüngst in Erscheinung getretenen Neonazi-Gruppe gehören. Hinweise aus einem Internetforum führten die Ermittler dabei wohl nach Thüringen.

Thüringen: Durchsuchung in Eisenach

Die rechtsextreme Gruppierung „Atomwaffen Division“ (AWD) aus den USA streckt ihre Fühler über das Internet auch in andere Länder aus. Über ein Internetforum hatten sich vor seiner Löschung weltweit Neonazis vernetzt.

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Unter ihnen nach Recherchen von „T-Online“ und dem „ZDF“ auch ein Mann aus Thüringen. Er soll Kontakt zu Mitgliedern der AWD in Großbritannien und den USA gehabt haben.

Gruppierung erstmals in Florida in Erscheinung getreten

Die Gruppierung trat erstmals 2015 in den USA im US-Bundesstaat Florida in Erscheinung und gilt, trotz geringer Mitgliederzahl, als eine der gewaltbereitesten und gefährlichsten Terrorgruppen unter Neonazi-Gruppen. Ziel ist ein Rassenkrieg.

Atomwaffen Division auch in Deutschland aktiv

2018 wurde online ein Video veröffentlicht, in dem mehrere Männer die Gründung der „Atomwaffen Division Deutschland“ erklärten. Seitdem gab es mehrere Drohungen gegen Politiker, unter anderem Claudia Roth und Cem Özdemir. Zudem gebe es möglicherweise Todeslisten mit weiteren Namen.

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Der Thüringer, dessen Wohnung nun von den Behörden durchsucht wurde, soll sich ebenfalls in besagtem Internetforum engagiert haben. Er steht zudem im Verdacht, an dem 2018 erschienenen Propagandavideo mitgewirkt zu haben.

Der Mann bestritt die Vorwürfe. Er habe sich nach eigenen Angaben nach der Veröffentlichung des Videos von der AWD distanziert haben, wie die „Tagesschau“ berichtete. (dav)