AfD Thüringen: Paukenschlag im Parlament! Partei kassiert dicke Schlappe

Der Thüringer Landtag ist komplett. Die Linken feiern, die AfD fährt eine Schlappe ein.
Der Thüringer Landtag ist komplett. Die Linken feiern, die AfD fährt eine Schlappe ein.
Foto: imago

Erfurt. Das gab es noch nie in einem deutschen Landtag. Erstmals wurde eine Politikerin der Partei Die Linke zur Landtagspräsidentin gewählt.

Einen Monat nach der Landtagswahl in Thüringen übernimmt nun Birgit Keller (60) dieses Amt.

Während die Linken feiern, hat die AfD eine herbe Schlappe eingefahren.

Schlappe für AfD Thüringen: Linken-Politikerin wird Landtagspräsidentin

Mit der Wahl von Birgit Keller (Die Linke) und vier ihrer Stellvertreter ist das Parlament einen Monat nach der Landtagswahl Thüringen arbeitsfähig.

Keller erhielt bei der Abstimmung im Landtag in Erfurt 52 von 90 Stimmen und damit deutlich mehr als die 42 Stimmen der bisherigen rot-rot-grünen Koalition.

„Das ist ein historischer Tag“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow. Dieses Amt war fast 30 Jahre in der Hand der CDU, die nach der Landtagswahl nur noch drittstärkste Fraktion nach der Linken und der AfD ist.

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Die AfD-Kandidatin kam bei der Wahl gar nicht gut weg.

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Schlappe für die AfD im Landtag

AfD-Kandidatin Tosca Kniese, die für den Posten der stellvertretenden Landtags-Präsidentin antrat, fiel als einzige von fünf Kandidaten im ersten Wahlgang durch.

Die Unternehmerin bekam 39 Ja-Stimmen, 32 Nein-Stimmen. Neun Abgeordnete enthielten sich. 46 Ja-Stimmen wären nötig gewesen.

Im neuen Landtag gibt es 90 Abgeordnete, die AfD hat 22 Sitze.

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Neue Regierung soll im Februar stehen

Im Februar soll nun eine Regierung folgen. Trotz der schwierigen Mehrheitsverhältnisse – Rot-Rot-Grün fehlen vier Stimmen – will Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Wiederwahl antreten und bei einem Erfolg eine neue Regierung bilden.

„Ich strebe an, im Februar das Parlament zu bitten, für Klarheit zu sorgen“, sagte Ramelow vor der Landtagssitzung der Deutschen Presse-Agentur.

Keller sagte am Dienstag, sie werde ihr Amt unparteiisch führen. „Ich sehe mich als Präsidentin des gesamten Landtags.“ (fno/dpa)